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  • Katherina Reiche: Biografie, Karriere und politische Stationen im Überblick

    Gesellschaft

    Katherina Reiche ist seit dem 6. Mai 2025 Bundesministerin für Wirtschaft und Energie im Kabinett Merz. Die CDU-Politikerin kam aus der Energiewirtschaft in das Amt – und sorgt seitdem für Schlagzeilen. Stand: 30. Oktober 2026.

    Die 1973 in Luckenwalde in der DDR geborene Chemikerin vereint zwei Welten: fast zwei Jahrzehnte Berufspolitik im Bundestag, dann ein Jahrzehnt an der Spitze von Energieunternehmen. Kaum eine Ministerin der Republik wurde so kontrovers diskutiert wie sie – als Hoffnungsträgerin der Wirtschaft gefeiert, als Lobbyistin im Ministeramt kritisiert.

    Dieser Beitrag zeichnet die Biografie, die Karriere und alle politischen Stationen von Katherina Reiche nach – nüchtern, faktenbasiert und mit allen Kontroversen, die zu ihrer Geschichte gehören.

    Katherina Reiche beim informellen Treffen der EU-Energieminister
    Katherina Reiche beim informellen Treffen der EU-Energieminister. Foto: Polish presidency of the Council of the EU / Wikimedia Commons, gemeinfrei

    In diesem Artikel

    1. Wer ist Katherina Reiche?
    2. Wie wurde Katherina Reiche Wirtschaftsministerin?
    3. Welche Stationen prägten die Karriere von Katherina Reiche?
    4. Was macht Katherina Reiche als Ministerin?
    5. Wofür steht Katherina Reiche politisch?
    6. Wie lebt Katherina Reiche privat?
    7. Die wichtigsten Stationen von Katherina Reiche im Überblick
    8. Häufige Fragen zu Katherina Reiche
    9. Weiterlesen

    Wer ist Katherina Reiche?

    Katherina Birgitt Reiche wurde am 16. Juli 1973 in Luckenwalde in der DDR geboren. Sie ist eine deutsche Politikerin der CDU, ehemalige Managerin und Lobbyistin – und seit Mai 2025 Bundesministerin für Wirtschaft und Energie.

    Ihr Lebensweg beginnt im Familienunternehmen: Ihr Vater war technischer Leiter der Firma Hesco, die 1946 von ihrem Großvater Helmut Schulze gegründet, 1972 verstaatlicht und nach der Wende reprivatisiert wurde – die Eltern Klaus und Birgitt Reiche übernahmen den Betrieb. Nach dem Abitur 1992 am Gymnasium Luckenwalde studierte sie Chemie an der Universität Potsdam, der Clarkson University in New York und der Universität Turku in Finnland – Diplom-Chemikerin 1997, danach wissenschaftliche Mitarbeiterin bis 1998.

    Politisch sozialisiert wurde sie früh: 1992 gründete sie den RCDS an der Universität Potsdam mit, trat der Jungen Union bei und wurde 1996 CDU-Mitglied. Von 2001 bis 2015 saß sie im CDU-Landesvorstand Brandenburg, zeitweise auch im Bundesvorstand der Partei. Als Kreisvorsitzende der CDU Potsdam setzte sie sich 2011 mit 97 zu 91 Stimmen gegen Andreas Ehrl durch.

    Was Katherina Reiche von fast allen anderen Ministerinnen unterscheidet: Sie kennt die Wirtschaft nicht aus Anhörungen, sondern von innen. Zehn Jahre führte sie Verbände und Konzerne – eine Erfahrung, die sie im Amt zur Expertin macht und zur Zielscheibe zugleich.

    Wie wurde Katherina Reiche Wirtschaftsministerin?

    Am 28. April 2025 stellte Friedrich Merz Katherina Reiche als designierte Wirtschaftsministerin vor – eine Personalie, die sofort für Aufsehen sorgte. Denn Reiche kam nicht aus der Fraktion, sondern direkt aus der Chefetage der Energiewirtschaft: Bis zu ihrer Ernennung führte sie Westenergie, eine Tochter des E.ON-Konzerns, und stand dem Nationalen Wasserstoffrat vor.

    Am 6. Mai 2025 wurde sie im Kabinett Merz zur Bundesministerin für Wirtschaft und Energie ernannt – und löste damit Robert Habeck ab, der das Haus zuvor als Minister für Wirtschaft und Klimaschutz geführt hatte. Der Wechsel markierte auch einen Kurswechsel: weg von der grünen Transformationspolitik, hin zu einer stärker industrie- und versorgungsorientierten Linie.

    Kritiker wiesen sofort auf ihre Vergangenheit hin: Im Lobbyregister 2024/2025 war sie als Lobbyistin für die Westenergie AG eingetragen. Dass eine ehemalige Energielobbyistin nun das Energieressort führt, nannten Beobachter einen klassischen Fall des „Drehtür“-Effekts zwischen Wirtschaft und Politik.

    Reiche selbst konterte mit Kompetenz: Niemand kenne die Energiewirtschaft so gut wie sie, niemand könne die Versorgungssicherheit des Landes besser organisieren. Die Debatte über ihre Person begleitet sie seitdem – und wird sie vermutlich bis zum Ende ihrer Amtszeit nicht loslassen.

    Katherina Reiche beim Karlspreis-Europa-Forum 2026
    Katherina Reiche beim Karlspreis-Europa-Forum am 13. Mai 2026. Foto: Grunpfnul / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

    Welche Stationen prägten die Karriere von Katherina Reiche?

    Der erste Karriereabschnitt war die klassische Parlamentslaufbahn: Von 1998 bis 2015 saß Katherina Reiche im Bundestag. Von 2005 bis 2009 war sie stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion, von 2009 bis 2013 Parlamentarische Staatssekretärin im Umweltministerium – zunächst unter Norbert Röttgen, ab 2012 unter Peter Altmaier. Von 2013 bis 2015 diente sie als Parlamentarische Staatssekretärin im Verkehrsministerium, bevor sie ihr Mandat zum 4. September 2015 niederlegte.

    Dann der Bruch mit der Politik – und der Aufstieg in der Wirtschaft: Von 2015 bis 2019 war sie Hauptgeschäftsführerin des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), ab dem 1. Januar 2020 Vorsitzende der Geschäftsführung von Westenergie (innogy/E.ON). Im Juni 2020 übernahm sie zusätzlich den Vorsitz des Nationalen Wasserstoffrats – und wurde 2021 mit dem Mestemacher-Preis als „Managerin des Jahres“ ausgezeichnet.

    Es war eine Bilderbuchkarriere in der Energiewirtschaft: Die ehemalige Staatssekretärin wurde zur gefragten Managerin, die Lobbyistin zur Wasserstoff-Expertin. Dass sie 2025 in die Politik zurückkehrte, überraschte viele – dass sie ausgerechnet das Wirtschafts- und Energieministerium übernahm, niemanden.

    Seit April 2025 trägt sie zudem den Titel Professorin ehrenhalber (Prof. h.c.) des Management Center Innsbruck (MCI). Eine Karriere zwischen Labor, Parlament und Konzernzentrale – in dieser Kombination einzigartig im deutschen Spitzenpersonal.

    Was macht Katherina Reiche als Ministerin?

    Ihre Amtszeit begann mit klaren Signalen: Im Juli 2025 forderte Katherina Reiche eine längere Lebensarbeitszeit und mehr private Altersvorsorge – und wiederholte im November 2025 die Warnung, die gesetzliche Rente werde für Jüngere nicht reichen. Im Dezember 2025 beschloss das Kabinett daraufhin eine Rentenkommission. Energiepolitisch setzte sie auf neue Gaskraftwerke: Zunächst war von mindestens 20 Gigawatt die Rede, nach EU-beihilferechtlichen Bedenken wurde das Ziel auf 12 Gigawatt gekürzt; im Mai 2026 beschloss die Bundesregierung den Bau, die Anlagen sollen bis 2031 entstehen und ab 2045 klimaneutral betrieben werden.

    Doch die Kontroversen ließen nicht lange auf sich warten: Im September 2025 legte ihr Haus einen Monitoringbericht mit einem 10-Punkte-Programm vor – Kritiker monierten Überschneidungen mit Positionspapieren von RWE und E.ON, Greenpeace warf dem Ministerium Manipulation des Berichts vor. Im April 2026 wurde bekannt, dass Reiche sich an EnBW gewandt hatte, um Argumente gegen Batteriespeicher zu erhalten.

    Im Februar 2026 folgte der Entwurf zur EEG-Reform: keine feste Einspeisevergütung mehr für neue Photovoltaikanlagen bis 25 Kilowatt, stattdessen verpflichtende Direktvermarktung. Im März 2026 stellte sie auf der Energiekonferenz CeraWeek in Houston das EU-Ziel der Klimaneutralität bis 2050 infrage und warb dafür, eine Lücke von fünf bis zehn Prozent zu akzeptieren.

    Im April 2026 geriet sie im Streit um eine Übergewinnsteuer – vor dem Hintergrund des Irankriegs 2026 – mit der SPD aneinander und wurde sogar in der eigenen Partei kritisiert. Am 18. Dezember 2025 hatte sie noch gemeinsam mit Lars Klingbeil und KfW-Chef Stefan Wintels den Deutschlandfonds mit rund 30 Milliarden Euro Bundesmitteln vorgestellt. 2026 strich ihr Haus soziale und ökologische Indikatoren aus dem Jahreswirtschaftsbericht – ebenfalls unter Kritik. Im Mai 2026 veröffentlichte das Ministerium mit ihrer Billigung einen Videoclip der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Am 24. September 2026 folgte ein Instagram-Video des Ministeriums über Die Linke – das Bundesverfassungsgericht ordnete mit Eilbeschluss vom 14. Oktober 2026 (2 BvE 5/26) an, das Video vorerst zu entfernen. Im Oktober 2026 löste das Ministerium das Referat für Wind-, Solar- und Transformationsindustrien auf – begründet mit „aktuellen industriepolitischen Prioritäten“.

    Katherina Reiche Porträt
    Katherina Reiche. Foto: CDU / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de

    Wofür steht Katherina Reiche politisch?

    Katherina Reiche steht für eine wirtschaftsliberale CDU-Linie: Versorgungssicherheit vor Klimasymbolik, Marktwirtschaft vor Staatsdirigismus, Eigenverantwortung vor Umverteilung. Ihre Rhetorik ist die der Managerin – Zahlen, Fakten, Machbarkeit.

    In der Energiepolitik setzt sie auf Technologieoffenheit und einen pragmatischen Mix: Gaskraftwerke als Brücke, Wasserstoff als Zukunft, aber Skepsis gegenüber einem überstürzten Ausbau der Erneuerbaren ohne gesicherte Grundlast. Kritiker sehen darin einen Rückschritt hinter die Klimaziele; Befürworter eine notwendige Korrektur nach Jahren ideologischer Energiepolitik.

    Sozialpolitisch vertritt sie unbequeme Positionen: längeres Arbeiten, mehr private Vorsorge, weniger Vertrauen in die gesetzliche Rente. Das macht sie bei Wirtschaftsverbänden beliebt – und bei Gewerkschaften und Sozialverbänden zur Reizfigur.

    Ihre politische Handschrift ist unverkennbar die einer Quereinsteigerin: direkt, entscheidungsfreudig, wenig zimperlich im Umgang mit Widerständen. Ob das im Berliner Politikbetrieb auf Dauer trägt, wird sich zeigen – die erste Bilanz nach eineinhalb Jahren fällt gemischt aus.

    Innerhalb der Union gilt sie als Vertreterin des wirtschaftsliberalen Flügels – geschätzt von der Mittelstands-Union, beäugt von den sozialpolitisch orientierten Kräften der Partei. Ihr Stil erinnert manche an die Manager-Generation der 2000er-Jahre: leistungsorientiert, zahlengetrieben, wenig sentimental.

    Wie lebt Katherina Reiche privat?

    Katherina Reiche heiratete 2003 den CDU-Politiker Sven Petke; das Paar hat drei Kinder. Im April 2025 wurde über den gemeinsamen Anwalt Christian Schertz bekannt, dass sie mit dem ehemaligen Minister Karl-Theodor zu Guttenberg liiert ist – eine Nachricht, die bundesweit Schlagzeilen machte.

    Die Verbindung zweier bekannter politischer Namen sorgte für wochenlange Medienberichterstattung. Reiche selbst äußerte sich dazu nur knapp und verwies auf ihr Recht auf Privatsphäre – ein Recht, das ihr in der aufgeheizten Debatte um ihre Person nicht immer zugestanden wurde.

    Abseits der Schlagzeilen gilt sie als disziplinierte Arbeiterin mit naturwissenschaftlichem Hintergrund – eine Chemikerin im Ministeramt, die Probleme gern in Reaktionsgleichungen denkt: Input, Output, Wirkungsgrad.

    Katherina Reiche im Mai 2025
    Katherina Reiche im Mai 2025. Foto: European Union / Wikimedia Commons, Namensnennung (Attribution)

    Die wichtigsten Stationen von Katherina Reiche im Überblick

    Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten öffentlich dokumentierten Stationen im Leben von Katherina Reiche zusammen.

    Zeitraum Station Details
    16. Juli 1973 Geburt Geboren in Luckenwalde, DDR
    1992 Abitur Gymnasium Luckenwalde
    1992–1997 Studium Chemie (Potsdam, Clarkson University New York, Turku); Diplom-Chemikerin 1997
    1992 RCDS Mitgründerin RCDS Uni Potsdam; Junge Union
    1996 CDU Parteimitglied
    1998–2015 Bundestag MdB
    2005–2009 Fraktion Stellv. CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende
    2009–2013 Staatssekretärin Parlamentarische Staatssekretärin BMU (unter Röttgen, ab 2012 Altmaier)
    2013–2015 Staatssekretärin Parlamentarische Staatssekretärin BMVI; Mandatsverzicht 4.9.2015
    2015–2019 VKU Hauptgeschäftsführerin Verband kommunaler Unternehmen
    2020–2025 Westenergie Vorsitzende der Geschäftsführung; Vorsitz Nationaler Wasserstoffrat ab Juni 2020
    2021 Auszeichnung Mestemacher-Preis „Managerin des Jahres“
    28.4.2025 Designiert Als Wirtschaftsministerin vorgestellt
    6.5.2025 Ministerin Bundesministerin für Wirtschaft und Energie (Kabinett Merz)
    2025–2026 Amtszeit Rentenkommission; Gaskraftwerke; EEG-Reform; BVerfG-Beschluss 14.10.2026
    privat Familie Verheiratet 2003 mit Sven Petke, drei Kinder; Beziehung mit Karl-Theodor zu Guttenberg (bekannt seit April 2025)

    Häufige Fragen zu Katherina Reiche

    Seit wann ist Katherina Reiche Wirtschaftsministerin?

    Katherina Reiche ist seit dem 6. Mai 2025 Bundesministerin für Wirtschaft und Energie im Kabinett Merz. Sie wurde am 28. April 2025 als designierte Ministerin vorgestellt und löste Robert Habeck ab.

    Was war Katherina Reiche, bevor sie Ministerin wurde?

    Vor ihrer Ernennung war Katherina Reiche Managerin in der Energiewirtschaft: Von 2015 bis 2019 führte sie als Hauptgeschäftsführerin den Verband kommunaler Unternehmen (VKU), ab 2020 war sie Vorsitzende der Geschäftsführung von Westenergie und stand dem Nationalen Wasserstoffrat vor. Zuvor saß sie von 1998 bis 2015 im Bundestag. Ausgebildet ist sie Diplom-Chemikerin.

    Warum ist Katherina Reiche umstritten?

    Katherina Reiche ist umstritten, weil sie aus der Energielobby ins Energieministerium wechselte – im Lobbyregister 2024/2025 war sie als Lobbyistin für Westenergie eingetragen. Kritik gab es unter anderem an Überschneidungen eines Monitoringberichts mit Positionspapieren von RWE und E.ON, an einer Anfrage an EnBW zu Argumenten gegen Batteriespeicher und an einem Instagram-Video des Ministeriums, das das Bundesverfassungsgericht im Oktober 2026 per Eilbeschluss entfernen ließ.

    Welcher Partei gehört Katherina Reiche an?

    Katherina Reiche gehört der CDU an – seit 1996. Sie war unter anderem stellvertretende CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende (2005–2009) und saß im CDU-Bundesvorstand.

    Ist Katherina Reiche verheiratet?

    Katherina Reiche heiratete 2003 den CDU-Politiker Sven Petke; das Paar hat drei Kinder. Im April 2025 wurde bekannt, dass sie mit dem ehemaligen Minister Karl-Theodor zu Guttenberg liiert ist.

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  • Julia Klöckner: Biografie, Karriere und politische Stationen im Überblick

    Gesellschaft

    Julia Klöckner ist seit dem 25. März 2025 Präsidentin des Deutschen Bundestages. Die CDU-Politikerin war zuvor Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft und gehört zu den bekanntesten Gesichtern ihrer Partei. Stand: 30. Oktober 2026.

    Die 1972 in Bad Kreuznach geborene Rheinländerin hat einen der ungewöhnlichsten Lebensläufe im deutschen Spitzenpersonal: Von der Deutschen Weinkönigin über den Journalismus in die Politik – und von dort an die Spitze des Parlaments. Dieser Beitrag zeichnet die Biografie, die Karriere und alle politischen Stationen von Julia Klöckner nach.

    Was Julia Klöckner auszeichnet, ist ihre Nahbarkeit: Sie spricht die Sprache der Menschen, nicht die der Apparate. Ob als Weinkönigin im Weinberg, als Ministerin im Berliner Regierungsviertel oder heute als zweite Frau an der Spitze des Bundestages – sie blieb sich treu. Und genau das macht ihre Geschichte so erzählenswert.

    Julia Klöckner beim ZDF-Interview 2016
    Julia Klöckner beim ZDF-Interview in der Wahlnacht zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2016. Foto: Olaf Kosinsky / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de

    In diesem Artikel

    1. Wer ist Julia Klöckner?
    2. Wie wurde Julia Klöckner Bundestagspräsidentin?
    3. Welche Stationen prägten die Karriere von Julia Klöckner?
    4. Was machte Julia Klöckner als Ministerin?
    5. Wofür steht Julia Klöckner politisch?
    6. Wie lebt Julia Klöckner privat?
    7. Die wichtigsten Stationen von Julia Klöckner im Überblick
    8. Häufige Fragen zu Julia Klöckner
    9. Weiterlesen

    Wer ist Julia Klöckner?

    Julia Klöckner wurde am 16. Dezember 1972 in Bad Kreuznach geboren. Sie ist eine deutsche Politikerin der CDU und seit März 2025 Präsidentin des Deutschen Bundestages – nach Bärbel Bas die zweite Frau in diesem Amt, und erstmals folgt eine Frau auf eine Frau.

    Aufgewachsen ist sie in Guldental an der Nahe, als Tochter des Winzers Aloys Klöckner. Der Weinberg war ihr erstes Zuhause, die Weinkultur ihre erste Sprache. Nach dem Abitur 1992 am Gymnasium an der Stadtmauer in Bad Kreuznach studierte sie Politikwissenschaft, katholische Theologie und Pädagogik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz – Magistra Artium 1998, mit einer Arbeit über die europäische Weinmarktpolitik.

    Was damals kaum jemand ahnte: Die junge Frau aus dem Weindorf würde einmal das zweithöchste Staatsamt der Republik bekleiden. Doch Julia Klöckner hat ihre Herkunft nie verleugnet – im Gegenteil. Der rheinische Frohsinn, die Bodenhaftung, das Gespür für Menschen: All das nahm sie mit nach Berlin.

    Bevor die Politik sie ganz vereinnahmte, machte sie sich einen Namen als Journalistin: Hospitantin beim SWR in Mainz 1998, freie Mitarbeiterin für Landeskultur bis 2002, Volontariat beim Meininger Verlag 1999/2000, Redakteurin der „Weinwelt“ 2000 bis 2002 und Chefredakteurin des „Sommelier-Magazins“ von 2001 bis 2009. Wer über Wein schreiben kann, so sagt man, kann auch über Politik schreiben – Julia Klöckner bewies es.

    Wie wurde Julia Klöckner Bundestagspräsidentin?

    Am 25. März 2025 wählte der Deutsche Bundestag Julia Klöckner zu seiner Präsidentin. Das Ergebnis: 382 Ja-Stimmen bei 204 Nein-Stimmen und 5 ungültigen Stimmen, von 622 abgegebenen Stimmen bei 630 Mitgliedern – 61,9 Prozent. Ein solides, aber kein überragendes Ergebnis; Beobachter sprachen vom schwächsten Resultat in diesem Jahrhundert.

    Die Wahl war auch ein Symbol: Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik folgt eine Frau auf eine Frau an der Spitze des Parlaments. Ihre Vorgängerin Bärbel Bas (SPD) hatte das Amt mit großem Ansehen geführt. Dass die CDU als stärkste Fraktion nun die Nachfolge stellte, war parlamentarische Tradition – die Person Julia Klöckner aber eine bewusste Wahl.

    Zu ihren Stellvertretern wurden Andrea Lindholz (CDU/CSU), Josephine Ortleb (SPD), Omid Nouripour (Grüne) und Bodo Ramelow (Linke) gewählt. Vor ihrer Wahl hatte Julia Klöckner das Amt der CDU-Bundesschatzmeisterin aufgegeben, das sie seit 2022 innegehabt hatte – ein Amt, das sich mit der überparteilichen Rolle an der Bundestagsspitze nicht verträgt.

    Die Präsidentin des Bundestages ist die protokollarisch zweithöchste Repräsentantin des Staates – nach dem Bundespräsidenten. Sie leitet die Sitzungen, wahrt die Ordnung im Haus und vertritt das Parlament nach außen. Für Julia Klöckner, die so lange für Ämter gekämpft hatte, war es die Krönung einer langen Karriere – und zugleich ein Amt, das Überparteilichkeit verlangt, eine für sie neue Rolle.

    Julia Klöckner auf dem CDU-Parteitag 2014
    Julia Klöckner auf dem CDU-Parteitag 2014. Foto: Olaf Kosinsky / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de

    Welche Stationen prägten die Karriere von Julia Klöckner?

    Der Einstieg in die Bundespolitik gelang früh: Von 2002 bis 2011 saß Julia Klöckner erstmals im Bundestag. Von 2009 bis 2011 diente sie als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium unter Ilse Aigner – und trat am 15. Februar 2011 zurück, um sich ganz auf Rheinland-Pfalz zu konzentrieren.

    Denn dort wartete die eigentliche Bewährungsprobe: Am 25. September 2010 wurde sie mit 96,9 Prozent zur CDU-Landesvorsitzenden in Rheinland-Pfalz gewählt. Als Spitzenkandidatin zog sie 2011 und 2016 in die Landtagswahlen – und führte die CDU-Fraktion im Landtag von 2011 bis 2018. Es waren Jahre des Aufbaus, aber auch der Niederlagen: Das rote Rheinland-Pfalz blieb für die CDU unerreichbar.

    Bundespolitisch stieg sie dennoch auf: Von 2012 bis 2022 war Julia Klöckner stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende – ein Jahrzehnt in der engsten Führungsspitze der Partei. Nach ihrer Rückkehr in den Bundestag 2021 wurde sie wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion in der 20. Wahlperiode, und von 2022 bis März 2025 verwaltete sie als Bundesschatzmeisterin die Finanzen der Partei.

    Was ihre Karriere so bemerkenswert macht, ist ihre Beharrlichkeit: Niederlagen in Rheinland-Pfalz, das Ende der Ministerzeit 2021, Jahre in der Opposition – Julia Klöckner blieb. Und wurde schließlich mit dem zweithöchsten Amt des Staates belohnt. Manchmal, so scheint es, zahlt sich Durchhaltevermögen aus.

    Was machte Julia Klöckner als Ministerin?

    Am 14. März 2018 wurde Julia Klöckner zur Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft im Kabinett Merkel IV ernannt. Es war ein Amt wie für sie gemacht: die Winzertochter als oberste Verantwortliche für Landwirtschaft und Ernährung – bodenständiger geht es kaum.

    Ihre Amtszeit war geprägt von schwierigen Debatten: um das Insektensterben und den Artenschutz, um die Zukunft der Tierhaltung, um Glyphosat und um die europäische Agrarpolitik. Julia Klöckner setzte auf Dialog statt auf Verbote – ein Ansatz, der ihr Lob von den Bauernverbänden, aber auch scharfe Kritik von Umweltorganisationen einbrachte.

    Nach der Bundestagswahl 2021 blieb sie ab dem 26. Oktober 2021 geschäftsführend im Amt, bis Cem Özdemir (Grüne) sie am 8. Dezember 2021 ablöste. Das Ende einer Ära – und für Julia Klöckner der Beginn einer Neuorientierung, die sie über die Fraktionsspitze schließlich an die Spitze des Bundestages führen sollte.

    Rückblickend gilt ihre Ministerzeit als ambivalent: Nahbar im Auftritt, umstritten in der Sache. Doch wer sie unterschätzte, hatte sie nicht verstanden. Die Weinkönigin von einst hatte längst bewiesen, dass sie mehr konnte als repräsentieren – sie konnte regieren.

    Bemerkenswert war auch ihr Kommunikationsstil: Julia Klöckner nutzte die sozialen Medien früh und intensiv, scheute keine Debatte und stellte sich der Kritik – auch der harschen. Das machte sie angreifbar, aber auch glaubwürdig: eine Ministerin, die zuhört, statt sich zu verstecken.

    Julia Klöckner bei Hart aber fair 2024
    Julia Klöckner in der Sendung „Hart aber fair“ im Mai 2024. Foto: Superbass / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

    Wofür steht Julia Klöckner politisch?

    Julia Klöckner steht für eine CDU der Mitte mit ländlichen Wurzeln: für die Landwirtschaft und den Mittelstand, für das Ehrenamt und die Regionen abseits der Metropolen. Ihre Politik war stets geprägt vom Blick auf das Land – auf die Dörfer, die Höfe, die kleinen Betriebe.

    Als Ministerin setzte sie auf Freiwilligkeit statt auf Ordnungsrecht – ein Ansatz, der zum Markenkern ihrer Amtszeit wurde. Kritiker nannten es Zaghaftigkeit, Befürworter nannten es Vernunft. Die Wahrheit liegt, wie so oft, dazwischen: Julia Klöckner wollte die Landwirtschaft mitnehmen statt sie zu überfordern.

    In der Partei galt sie lange als Vertreterin eines modernisierten Konservatismus: wirtschaftsnah, gesellschaftspolitisch offen, mit einem feinen Gespür für Stimmungen. Ihre rheinische Art – herzlich, direkt, humorvoll – machte sie zu einer der beliebtesten CDU-Politikerinnen ihrer Generation.

    Als Bundestagspräsidentin muss sie nun über den Parteien stehen. Es ist eine Rolle, die Neutralität verlangt – und die ihr die Chance gibt, das zu zeigen, was sie immer auszeichnete: Fairness im Umgang, auch mit dem politischen Gegner. Das Amt könnte zu ihr passen wie kaum ein anderes.

    Wie lebt Julia Klöckner privat?

    Das Privatleben von Julia Klöckner stand oft im Rampenlicht: Von 2000 bis 2017 war sie mit dem Medienmanager Helmut Ortner liiert. Im April 2019 heiratete sie in Südafrika; die kirchliche Trauung folgte im September 2019 in ihrem Heimatort Guldental. 2023 trennte sich das Paar.

    Im August 2025 wurde bekannt, dass Julia Klöckner mit dem Fernsehmoderator Jörg Pilawa liiert ist – eine Nachricht, die in den Medien für Aufsehen sorgte und die beiden zu einem der bekanntesten Paare der Republik machte.

    Trotz aller Öffentlichkeit hat Julia Klöckner ihre Wurzeln nie vergessen: Guldental an der Nahe blieb ihr Bezugspunkt, der Wein ihre Leidenschaft. Wer sie privat erlebt, so heißt es, trifft auf eine Frau, die lachen kann – und die weiß, wo sie herkommt.

    Julia Klöckner im Martental 2014
    Julia Klöckner 2014 im Martental. Foto: Lothar Spurzem / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 de

    Die wichtigsten Stationen von Julia Klöckner im Überblick

    Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten öffentlich dokumentierten Stationen im Leben von Julia Klöckner zusammen.

    Zeitraum Station Details
    16. Dez. 1972 Geburt Geboren in Bad Kreuznach
    1994–1996 Weinkönigin Naheweinkönigin 1994; Deutsche Weinkönigin 1995/96
    1998 Studium Magistra Artium, Universität Mainz (Politikwissenschaft, kath. Theologie, Pädagogik)
    1998–2009 Journalismus SWR, Meininger Verlag, „Weinwelt“; Chefredakteurin „Sommelier-Magazin“ 2001–2009
    2002–2011 Bundestag MdB (erste Phase)
    2009–2011 Staatssekretärin Parlamentarische Staatssekretärin BMELV (unter Ilse Aigner)
    2010–2022 CDU Rheinland-Pfalz Landesvorsitzende (gewählt 25.9.2010 mit 96,9 %)
    2011/2016 Spitzenkandidatin Landtagswahlen Rheinland-Pfalz
    2011–2018 Fraktionsvorsitz CDU-Fraktion Landtag Rheinland-Pfalz
    2012–2022 CDU-Bundesvize Stellvertretende Bundesvorsitzende
    2018–2021 Bundesministerin Ernährung und Landwirtschaft (Kabinett Merkel IV)
    seit 2021 Bundestag MdB (zweite Phase); wirtschaftspolitische Sprecherin
    2022–2025 Bundesschatzmeisterin CDU
    25.3.2025 Bundestagspräsidentin Gewählt mit 61,9 % (382 Ja-Stimmen)
    privat Partnerschaft Mit Jörg Pilawa liiert (bekannt seit Aug. 2025)

    Häufige Fragen zu Julia Klöckner

    Seit wann ist Julia Klöckner Bundestagspräsidentin?

    Julia Klöckner ist seit dem 25. März 2025 Präsidentin des Deutschen Bundestages. Sie wurde mit 382 Ja-Stimmen (61,9 Prozent) gewählt und folgte auf Bärbel Bas – erstmals folgt eine Frau auf eine Frau in diesem Amt.

    Was war Julia Klöckner, bevor sie in die Politik ging?

    Vor ihrer politischen Karriere war Julia Klöckner Deutsche Weinkönigin (1995/96) und Journalistin: Sie arbeitete als Chefredakteurin des „Sommelier-Magazins“ (2001–2009), zuvor als Hospitantin beim SWR in Mainz (1998), als freie Mitarbeiterin für Landeskultur (bis 2002), als Volontärin beim Meininger Verlag (1999/2000) und als Redakteurin der „Weinwelt“ (2000–2002). Studiert hatte sie Politikwissenschaft, katholische Theologie und Pädagogik an der Universität Mainz – Magistra Artium 1998. Aufgewachsen ist sie als Winzertochter in Guldental an der Nahe.

    Welches Ministerium leitete Julia Klöckner?

    Von März 2018 bis Dezember 2021 war Julia Klöckner Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft im Kabinett Merkel IV. Nach der Bundestagswahl 2021 blieb sie geschäftsführend im Amt, bis Cem Özdemir sie ablöste.

    Welcher Partei gehört Julia Klöckner an?

    Julia Klöckner gehört der CDU an. Von 2012 bis 2022 war sie stellvertretende Bundesvorsitzende, von 2022 bis März 2025 Bundesschatzmeisterin der Partei. Von 2010 bis 2022 führte sie die CDU in Rheinland-Pfalz.

    Ist Julia Klöckner verheiratet?

    Julia Klöckner heiratete im April 2019 in Südafrika; die kirchliche Trauung fand im September 2019 in Guldental statt. 2023 trennte sich das Paar. Seit August 2025 ist bekannt, dass sie mit dem Fernsehmoderator Jörg Pilawa liiert ist.

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  • Boris Pistorius: Biografie, Karriere und politische Stationen im Überblick

    Gesellschaft

    Boris Pistorius ist seit dem 19. Januar 2023 Bundesminister der Verteidigung – zuerst im Kabinett Scholz, seit dem 6. Mai 2025 im Kabinett Merz. Der SPD-Politiker übernahm das Amt mitten in der Zeitenwende und gilt seither als einer der beliebtesten Politiker Deutschlands. Stand: 30. Oktober 2026.

    Der 1960 in Osnabrück geborene Jurist war vor seiner Berufung nach Berlin vor allem in Niedersachsen bekannt: als Oberbürgermeister seiner Heimatstadt und als langjähriger Innenminister des Landes. Dass ausgerechnet er – ein Mann ohne bundespolitische Vergangenheit – zum wichtigsten Krisenmanager der deutschen Sicherheitspolitik aufsteigen würde, hatte niemand auf dem Zettel.

    Was Boris Pistorius auszeichnet, ist seine Sprache: klar, direkt, ohne die üblichen Ausflüchte des Politikbetriebs. Als er forderte, Deutschland müsse „kriegstüchtig“ werden, ging ein Raunen durch die Republik. Genau diese Unverblümtheit machte ihn zum Gesicht einer neuen deutschen Verteidigungspolitik – und zum beliebtesten Minister im Land.

    Boris Pistorius im Jahr 2023
    Boris Pistorius im Jahr 2023, kurz nach seiner Ernennung zum Verteidigungsminister. Foto: Dr. Frank Gaeth / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

    In diesem Artikel

    1. Wer ist Boris Pistorius?
    2. Wie wurde Boris Pistorius Verteidigungsminister?
    3. Welche Stationen prägten die Karriere von Boris Pistorius?
    4. Was machte Boris Pistorius als Verteidigungsminister?
    5. Wofür steht Boris Pistorius politisch?
    6. Wie lebt Boris Pistorius privat?
    7. Die wichtigsten Stationen von Boris Pistorius im Überblick
    8. Häufige Fragen zu Boris Pistorius
    9. Weiterlesen

    Wer ist Boris Pistorius?

    Boris Ludwig Pistorius wurde am 14. März 1960 in Osnabrück geboren. Er ist ein deutscher Politiker der SPD und seit Januar 2023 Bundesminister der Verteidigung. Mit sechzehn Jahren – 1976 – trat er in die SPD ein. Eine Mitgliedschaft, die nun fast fünf Jahrzehnte währt.

    Sein Weg war alles andere als geradlinig: Nach dem Abitur 1978 am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Osnabrück lernte er zunächst Groß- und Außenhandelskaufmann, leistete seinen Grundwehrdienst beim Flugabwehrregiment 11 in der Steuben-Kaserne in Achim und studierte erst danach Rechtswissenschaften – in Osnabrück, Münster und Angers. Erstes Staatsexamen 1987 in Hamm, zweites 1990 vor dem Oberlandesgericht Oldenburg, ab 1991 im Landesdienst Niedersachsens.

    Diese Biografie – Lehre, Bund, Studium, Verwaltung – prägte einen Politikertyp, der in Berlin selten geworden ist: bodenständig, verwaltungserfahren, ohne Berührungsängste vor klaren Worten. Wer Boris Pistorius verstehen will, muss nach Osnabrück schauen, nicht nach Berlin.

    Eine Fußnote mit Hintersinn: Ausgerechnet beim Militär diente er einst – Flugabwehr, Steuben-Kaserne Achim. Jahrzehnte später führt er als Minister genau jene Truppe, in deren Uniform er seinen Dienst versah. Eine solche biografische Klammer gibt es in der deutschen Politik selten.

    Wie wurde Boris Pistorius Verteidigungsminister?

    Der Weg ins Amt begann mit einer Krise: Christine Lambrecht, seine Vorgängerin, war nach einer Serie von Pannen und öffentlicher Kritik nicht mehr zu halten. Am 19. Januar 2023 ernannte Bundeskanzler Olaf Scholz überraschend Boris Pistorius zu ihrem Nachfolger – einen Namen, den in Berlin kaum jemand auf der Rechnung hatte.

    Der Zeitpunkt hätte dramatischer kaum sein können: Knapp ein Jahr nach dem russischen Angriff auf die Ukraine steckte die versprochene Zeitenwende fest. Das 100-Milliarden-Sondervermögen für die Bundeswehr war beschlossen, doch die Umsetzung lahmt. Pistorius übernahm ein Ministerium im Ausnahmezustand – und lieferte vom ersten Tag an das, was viele vermisst hatten: Tempo und klare Ansagen.

    Nach dem Regierungswechsel blieb er: Am 5. Mai 2025 nominierte die SPD ihn für das Kabinett Merz, am 6. Mai 2025 wurde er vereidigt – als einziger Minister der Ampelkoalition, der im Amt blieb. Ein Vertrauensbeweis mit Seltenheitswert: Normalerweise räumt eine neue Regierung das gesamte Kabinett ab.

    Warum wählte Scholz ihn? Als niedersächsischer Innenminister hatte sich Pistorius den Ruf eines Krisenmanagers erarbeitet – pragmatisch, entscheidungsfreudig, notfalls auch unbequem. Genau dieses Profil suchte der Kanzler für das schwierigste Ressort der Republik. Die Rechnung ging auf: In Umfragen schoss Boris Pistorius binnen Wochen an die Spitze der beliebtesten Politiker des Landes.

    Boris Pistorius mit Lloyd Austin in Berlin
    Boris Pistorius mit US-Verteidigungsminister Lloyd Austin in Berlin im Januar 2023, kurz nach seinem Amtsantritt. Foto: U.S. Secretary of Defense / Wikimedia Commons, gemeinfrei

    Welche Stationen prägten die Karriere von Boris Pistorius?

    Die Karriere von Boris Pistorius ist eine niedersächsische: Von November 2006 bis Februar 2013 war er Oberbürgermeister von Osnabrück – gewählt in der Stichwahl am 24. September 2006 mit 55 Prozent gegen Wolfgang Griesert (CDU). Sechs Jahre Stadtpolitik: Bürgernähe im besten wie im anstrengendsten Sinne.

    Im Februar 2013 wechselte er nach Hannover: Als niedersächsischer Minister für Inneres und Sport amtierte er unter Ministerpräsident Stephan Weil durch drei Kabinette – zehn Jahre, bis Januar 2023. Parallel saß er von November 2017 bis Januar 2023 im Landtag, direkt gewählt in Osnabrück-West mit 42,6 Prozent (2017) und 38,9 Prozent (2022).

    Parteipolitisch ging es langsamer voran: Im SPD-Parteivorstand sitzt er seit dem 8. Dezember 2017; seine Kandidatur für den Parteivorsitz 2019 an der Seite von Petra Köpping scheiterte. Im November 2024 lehnte er eine Kanzlerkandidatur ab – per Videobotschaft am 21. November 2024. Ein Schritt, der ihm Respekt einbrachte und den Weg für seine weitere Arbeit als Minister freimachte.

    Seit dem 25. März 2025 sitzt Boris Pistorius auch im Bundestag – direkt gewählt im Wahlkreis Stadt Hannover II mit 36,2 Prozent der Erststimmen, deutlich vor Swantje Michaelsen von den Grünen (19,1 Prozent). Der Spätberufene der Bundespolitik hat damit auch parlamentarisch Fuß gefasst.

    Was machte Boris Pistorius als Verteidigungsminister?

    Pistorius übernahm ein Haus in der Krise: Die Bundeswehr litt unter maroden Kasernen, fehlender Munition und einer Beschaffung, die eher an Behördenpingpong erinnerte als an militärische Logistik. Seine Vorgängerin hatte das Vertrauen der Truppe verspielt. Pistorius gewann es zurück – mit Besuchen bei der Truppe statt mit Presseterminen im Bendlerblock.

    Das 100-Milliarden-Sondervermögen wurde unter ihm zum Arbeitsprogramm: Munitionsbestellungen, neue Funkgeräte, der schwere Transporthubschrauber – Pistorius trieb Projekte voran, die jahrelang in Schubladen gelegen hatten. Kritiker monierten, es gehe noch immer zu langsam. Befürworter hielten dagegen: Erstmals seit Jahrzehnten komme überhaupt Bewegung in die Beschaffung.

    International wurde er zum Gesicht der deutschen Ukraine-Unterstützung: Waffenlieferungen, die Ausbildung ukrainischer Soldaten in Deutschland, die enge Abstimmung mit den NATO-Partnern. Pistorius vertrat einen Kurs, der in seiner eigenen Partei nicht unumstritten war – und den er mit bemerkenswerter Konsequenz durchhielt.

    Sein prägendster Satz fiel im November 2023: Deutschland müsse „kriegstüchtig“ werden. Das Wort – bewusst hart gewählt – löste eine Debatte aus, die bis heute nachwirkt. Für die einen war es ehrliche Sprache in ernster Zeit, für die anderen ein Tabubruch. Pistorius ließ sich davon nicht beirren. Wer die Bundeswehr führen will, so seine Logik, darf die Wirklichkeit nicht verniedlichen.

    Boris Pistorius in Manila
    Boris Pistorius mit dem philippinischen Verteidigungsminister Gilberto Teodoro in Manila. Foto: McNamara / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

    Wofür steht Boris Pistorius politisch?

    Sicherheitspolitisch steht Boris Pistorius für einen Kurswechsel: weg von der Friedensdividende der Nachwendezeit, hin zu einer Bundeswehr, die ihren NATO-Verpflichtungen tatsächlich nachkommen kann. Er gilt als Vertreter eines pragmatischen, an der Wirklichkeit orientierten Flügels der SPD – und als einer der wenigen Sozialdemokraten, die auch in konservativen Milieus ernst genommen werden.

    Sein Politikstil ist der des Machers: kurze Sätze, klare Zuständigkeiten, wenig Raum für Interpretation. Wo andere Minister um heikle Formulierungen ringen, sagt Pistorius, was Sache ist – und nimmt in Kauf, damit anzuecken. Diese Direktheit ist sein größtes politisches Kapital.

    In Umfragen gehörte Boris Pistorius wiederholt zu den beliebtesten Politikern des Landes. Beobachter erklären das Phänomen mit seiner Authentizität: Er wirkt nicht wie ein Karrierist, sondern wie jemand, der seinen Job ernst nimmt. In einer Zeit des Politikverdrusses ist das ein Alleinstellungsmerkmal.

    Innerparteilich bleibt er ein Außenseiter mit Einfluss: nie Juso-Vorsitzender, nie Generalsekretär, nie Fraktionschef – und doch der Mann, ohne den in der SPD sicherheitspolitisch nichts geht. Seine Ablehnung der Kanzlerkandidatur 2024 deuteten viele als Klugheit: lieber der starke Minister als der gescheiterte Kandidat.

    Wie lebt Boris Pistorius privat?

    Das Privatleben von Boris Pistorius war von Schicksalsschlägen geprägt: Seine erste Frau Sabine Pistorius, geborene Heß (1961–2015), starb am 27. August 2015 an Krebs. Von Oktober 2016 bis Frühjahr 2022 war er mit Doris Schröder-Köpf liiert. Seit Dezember 2023 ist er in zweiter Ehe mit der Politikwissenschaftlerin Julia Schwanholz verheiratet. Er hat zwei Töchter.

    Abseits der Politik zeigt sich ein Mann mit Bodenhaftung und Humor: Er ist Fan des VfL Osnabrück und bekennender Anhänger von Raumschiff Enterprise. 2025 wurde ihm eine besondere Ehre zuteil: Im Asterix-Band „Asterix in Lusitanien“ tritt ein römischer Zenturio auf, der ihm nachempfunden ist – eine Auszeichnung, die man sich nicht kaufen kann.

    Wer ihn erlebt, beschreibt einen Politiker, der Privates und Amtliches zu trennen weiß, ohne sich zu verstellen. Der Verlust seiner ersten Frau, die späte zweite Ehe, die zwei Töchter – all das hat ihn geprägt, ohne dass er je damit hausieren gegangen wäre. Vielleicht erklärt genau das seine Glaubwürdigkeit: Man nimmt ihm ab, was er sagt, weil man spürt, dass er weiß, wovon er spricht.

    Boris Pistorius mit Samuel Paparo
    Boris Pistorius mit US-Admiral Samuel Paparo im Juli 2024. Foto: McNamara / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

    Die wichtigsten Stationen von Boris Pistorius im Überblick

    Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten öffentlich dokumentierten Stationen im Leben von Boris Pistorius zusammen.

    Zeitraum Station Details
    14. März 1960 Geburt Geboren in Osnabrück
    1976 SPD-Eintritt Mit 16 Jahren Parteimitglied
    1978–1980 Ausbildung und Wehrdienst Groß- und Außenhandelskaufmann; Grundwehrdienst Flugabwehrregiment 11, Achim
    1982–1990 Jurastudium Osnabrück, Münster, Angers; Staatsexamina 1987 (Hamm) und 1990 (OLG Oldenburg)
    ab 1991 Landesdienst Niedersachsen
    2006–2013 Oberbürgermeister Osnabrück (Stichwahl 24.9.2006: 55 % gegen Wolfgang Griesert, CDU)
    2013–2023 Innenminister Niedersachsen (Kabinette Weil I–III)
    2017–2023 Landtag Direktmandat Osnabrück-West (42,6 % 2017; 38,9 % 2022)
    seit 8.12.2017 SPD-Parteivorstand Mitglied des Parteivorstands
    2019 Parteivorsitz-Kandidatur Mit Petra Köpping gescheitert
    21.11.2024 Kanzlerkandidatur Abgelehnt (Videobotschaft)
    19.1.2023 Verteidigungsminister Ernennung im Kabinett Scholz
    6.5.2025 Vereidigung Kabinett Merz – einziger Ampel-Minister im Amt
    seit 25.3.2025 Bundestag Direktmandat Stadt Hannover II (36,2 %)
    seit Dez. 2023 Familie Verheiratet mit Julia Schwanholz; zwei Töchter

    Häufige Fragen zu Boris Pistorius

    Seit wann ist Boris Pistorius Verteidigungsminister?

    Boris Pistorius ist seit dem 19. Januar 2023 Bundesminister der Verteidigung. Ernannt wurde er von Bundeskanzler Olaf Scholz im Kabinett Scholz, nachdem seine Vorgängerin Christine Lambrecht zurückgetreten war. Seit dem 6. Mai 2025 dient er im Kabinett Merz – als einziger Minister der früheren Ampelkoalition, der im Amt blieb.

    Welcher Partei gehört Boris Pistorius an?

    Boris Pistorius gehört der SPD an – seit 1976, also seit seinem sechzehnten Lebensjahr. Damit zählt er zu den dienstältesten Mitgliedern der Parteispitze. Seit dem 8. Dezember 2017 sitzt er im SPD-Parteivorstand.

    Was hat Boris Pistorius gemacht, bevor er nach Berlin kam?

    Vor seiner Ernennung zum Verteidigungsminister war Boris Pistorius zehn Jahre lang niedersächsischer Minister für Inneres und Sport (2013–2023) und davor Oberbürgermeister von Osnabrück (2006–2013). Von 2017 bis 2023 saß er zudem im niedersächsischen Landtag. Er ist gelernter Jurist und war ab 1991 im Landesdienst Niedersachsens tätig.

    Warum gilt Boris Pistorius als so beliebt?

    Boris Pistorius punktet mit klarer Sprache, Macher-Image und der konsequenten Umsetzung der Zeitenwende in der Verteidigungspolitik. In Umfragen gehörte er wiederholt zu den beliebtesten Politikern Deutschlands – auch über Parteigrenzen hinweg. Seine direkte Art kommt auch bei der Truppe an, deren Vertrauen er nach schwierigen Jahren zurückgewann.

    Ist Boris Pistorius verheiratet?

    Seit Dezember 2023 ist Boris Pistorius in zweiter Ehe mit der Politikwissenschaftlerin Julia Schwanholz verheiratet. Seine erste Frau Sabine starb 2015 an Krebs; von 2016 bis 2022 war er mit Doris Schröder-Köpf liiert. Er hat zwei Töchter und pflegt weiterhin einen engen Bezug zu seiner Heimatstadt Osnabrück.

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  • Robert Habeck: Biografie, Karriere und politische Stationen im Überblick

    Gesellschaft

    Robert Habeck war vom 8. Dezember 2021 bis 2025 Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz im Kabinett Scholz. Der Politiker von Bündnis 90/Die Grünen zog sich nach der Bundestagswahl 2025 aus der Spitzenpolitik zurück und arbeitet seither als Autor, Wissenschaftler und Berater. Stand: 30. Oktober 2026.

    Der 1969 in Lübeck geborene Schriftsteller gehörte zu den prägenden Figuren der deutschen Politik der 2020er-Jahre: Von 2018 bis 2022 führte er gemeinsam mit Annalena Baerbock die Grünen, war zuvor Minister in Schleswig-Holstein und trat 2025 als Kanzlerkandidat seiner Partei an. Dieser Beitrag zeichnet die Biografie, die Karriere und alle politischen Stationen von Robert Habeck nach.

    Was Robert Habeck von vielen anderen Spitzenpolitikern unterschied, war seine Herkunft aus der Literatur: Als promovierter Philosoph und erfolgreicher Autor brachte er einen reflektierenden, sprachbewussten Ton in die Politik, der ihm sowohl Bewunderung als auch Spott einbrachte. Seine Reden und Interviews waren oft von literarischen Bildern geprägt – ein Stil, der in der nüchternen Berliner Politikszene auffiel und ihn zu einer der bekanntesten Figuren der Ampelkoalition machte.

    Robert Habeck bei der Europäischen Kommission
    Robert Habeck bei seinem Besuch der Europäischen Kommission. Foto: Dati Bendo / European Union / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

    In diesem Artikel

    1. Wer ist Robert Habeck?
    2. Wie wurde Robert Habeck Vizekanzler?
    3. Welche Stationen prägten die Karriere von Robert Habeck?
    4. Was machte Robert Habeck als Wirtschaftsminister?
    5. Wofür steht Robert Habeck politisch?
    6. Welche Bücher hat Robert Habeck geschrieben?
    7. Wie lebt Robert Habeck privat?
    8. Was macht Robert Habeck seit dem Rückzug aus der Politik?
    9. Die wichtigsten Stationen von Robert Habeck im Überblick
    10. Häufige Fragen zu Robert Habeck
    11. Weiterlesen

    Wer ist Robert Habeck?

    Robert Habeck wurde am 2. September 1969 in Lübeck geboren. Er ist ein deutscher Schriftsteller und ehemaliger Politiker von Bündnis 90/Die Grünen. Bevor er in die Spitzenpolitik aufstieg, machte sich Robert Habeck gemeinsam mit seiner Frau Andrea Paluch einen Namen als Autor von Romanen und Kinderbüchern.

    Der promovierte Philosoph und Literaturwissenschaftler studierte in Freiburg, Roskilde und Hamburg. Seine literarische Arbeit prägte seinen politischen Stil: Robert Habeck galt als nachdenklicher, sprachgewandter Politiker, der komplexe Zusammenhänge in eingängige Bilder übersetzte – eine Fähigkeit, die ihm in der Öffentlichkeit viel Anerkennung, aber auch Kritik einbrachte.

    Schon früh engagierte sich Robert Habeck in der Kommunalpolitik seiner norddeutschen Heimat, bevor er 2009 den Sprung in den schleswig-holsteinischen Landtag schaffte. Seine Doppelbegabung als Denker und Praktiker machte ihn schnell zu einem der profiliertesten Köpfe der Grünen jenseits der klassischen Parteifunktionäre.

    Bemerkenswert bleibt, wie unkonventionell dieser Weg verlief: Noch mit Ende dreißig war Robert Habeck vor allem als Autor bekannt, nicht als Berufspolitiker. Erst 2009, mit vierzig Jahren, zog er in den Landtag ein – spät für einen späteren Vizekanzler. Gerade diese Distanz zum klassischen Politikbetrieb wurde zu seinem Markenzeichen: Robert Habeck sprach über Politik, als betrachte er sie zugleich von außen – mit der Neugier eines Schriftstellers und der Begriffsschärfe eines Philosophen.

    Wie wurde Robert Habeck Vizekanzler?

    Nach der Bundestagswahl 2021 verhandelten SPD, Grüne und FDP die erste Ampelkoalition auf Bundesebene. Als Co-Vorsitzender der Grünen war Robert Habeck einer der Architekten des Bündnisses. Am 8. Dezember 2021 wurde er im Kabinett Scholz zum Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz ernannt.

    Das von Robert Habeck geführte Ministerium war eines der mächtigsten Ressorts der Bundesregierung: Es bündelte Wirtschaftspolitik, Energiepolitik und Klimaschutz. In seine Amtszeit fielen die Energiekrise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022, der Atomausstieg 2023 und das umstrittene Gebäudeenergiegesetz, das als „Heizungsgesetz“ bundesweit debattiert wurde.

    Die Koalitionsverhandlungen 2021 waren für Robert Habeck persönlich ein Triumph: Er hatte die Grünen gemeinsam mit Baerbock zu einem Rekordergebnis geführt und saß nun als gleichberechtigter Partner mit Olaf Scholz und Christian Lindner am Verhandlungstisch. Das Superministerium für Wirtschaft und Klimaschutz war maßgeblich auf seinen Zuschnitt hin geschaffen worden.

    Eine pikante Pointe dieser Konstellation: Bei der Bundestagswahl 2021 war noch Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin angetreten – nach der Wahl aber war es Robert Habeck, der das mächtigere Regierungsamt erhielt. Das neue Superministerium, das Wirtschafts-, Energie- und Klimapolitik unter einem Dach vereinte, war faktisch auf ihn zugeschnitten. In den Verhandlungen galt Robert Habeck als derjenige, der grüne Positionen am geschicktesten mit den Vorstellungen von SPD und FDP zu verbinden wusste.

    Robert Habeck mit Antony Blinken
    Robert Habeck mit US-Außenminister Antony Blinken. Foto: U.S. Department of State / Wikimedia Commons, gemeinfrei

    Welche Stationen prägten die Karriere von Robert Habeck?

    Die politische Laufbahn von Robert Habeck begann in Schleswig-Holstein: 2009 zog er in den Landtag ein und wurde Fraktionsvorsitzender der Grünen. Von 2012 bis 2018 amtierte Robert Habeck als stellvertretender Ministerpräsident sowie als Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und Natur – zunächst im Kabinett Albig, ab 2017 auch zuständig für Digitalisierung im Kabinett Günther I.

    Im Januar 2018 wählten die Grünen Robert Habeck gemeinsam mit Annalena Baerbock zum Bundesvorsitzenden. Das Duo führte die Partei zu historisch hohen Umfragewerten; bei der Bundestagswahl 2021 erreichten die Grünen mit 14,8 Prozent ihr bis dahin bestes Ergebnis. Robert Habeck blieb bis Februar 2022 Parteichef und wechselte dann vollständig in die Regierungsverantwortung nach Berlin.

    In Schleswig-Holstein hatte sich Robert Habeck bereits als Energiewende-Minister profiliert: Er trieb den Ausbau der Windkraft an der Küste voran und sammelte Erfahrungen, die ihm später in Berlin zugutekamen. Seine Zeit als Landesminister gilt als Lehrjahre, in denen der Autor zum Verwalter wurde.

    Was machte Robert Habeck als Wirtschaftsminister?

    Als Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz stand Robert Habeck vor der Aufgabe, Deutschland durch die schwerste Energiekrise seit Jahrzehnten zu führen. Nach dem Wegfall russischer Gaslieferungen 2022 orchestrierte sein Ministerium den Aufbau von Flüssigerdgas-Terminals, die Befüllung der Gasspeicher und milliardenschwere Entlastungspakete für Bürger und Unternehmen.

    Gleichzeitig trieb Robert Habeck den Ausbau der erneuerbaren Energien voran: Unter seiner Ägide wurden Genehmigungsverfahren beschleunigt und Ausbauziele für Wind- und Solarenergie angehoben. Kritiker warfen Robert Habeck vor, mit dem Gebäudeenergiegesetz die Bürger zu überfordern; Befürworter lobten seinen Krisenmanagement-Stil in einer Ausnahmesituation. Die Übergabe des Ministeriums an seine Nachfolgerin Katherina Reiche (CDU) im Jahr 2025 markierte das Ende seiner Regierungszeit.

    Zu den konkreten Maßnahmen zählten das Osterpaket zum Erneuerbaren-Ausbau, die Einführung einer Strompreisbremse und Gaspreisbremse sowie die Verstaatlichung des Energiekonzerns Uniper. Robert Habeck reiste als „Bittsteller“ – so seine eigene Formulierung – nach Katar, um Flüssiggaslieferungen zu sichern, was ihm Häme, aber auch Respekt für seinen Pragmatismus einbrachte.

    Die Kehrseite dieses Krisenmanagements war das Gebäudeenergiegesetz: Was als klimapolitisch notwendige Reform gedacht war, geriet in der öffentlichen Debatte zum Symbol einer als übergriffig empfundenen Politik. Monatelang dominierte das „Heizungsgesetz“ die Schlagzeilen und überlagerte alle anderen Themen des Ministeriums. Die Episode verdeutlicht das Grunddilemma von Robert Habecks Amtszeit – zwischen akutem Energienotstand und langfristigen Klimazielen gab es kaum einen Weg, der nicht politisch schmerzhaft gewesen wäre.

    Robert Habeck Frankfurter Buchmesse
    Robert Habeck auf der Frankfurter Buchmesse 2026. Foto: Harald Krichel / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

    Wofür steht Robert Habeck politisch?

    Als Brückenbauer zwischen Ökologie und Ökonomie verstand sich Robert Habeck: Sein politisches Leitmotiv war die Versöhnung von Klimaschutz und wirtschaftlicher Prosperität. Die Transformation zur Klimaneutralität sollte als Modernisierungsprojekt erzählt werden, das Arbeitsplätze schafft statt vernichtet. In der Tradition der Grünen setzte sich Robert Habeck für den Ausbau erneuerbarer Energien, eine sozial abgefederte CO₂-Bepreisung und eine aktive Industriepolitik ein.

    Innerparteilich gehörte Robert Habeck zum pragmatischen Flügel der Grünen. Er suchte den Schulterschluss mit der Wirtschaft, warb um Vertrauen bei Unternehmern und stellte sich gegen fundamentalistische Positionen. Seine Bücher, darunter „Von hier an anders“ (2021) und „Den Bach rauf“ (2025), entwerfen das Bild eines Politikers, der Zweifel zulässt und Politik als lernenden Prozess begreift.

    Philosophisch war Robert Habeck von einem undogmatischen Denken geprägt: Er zitierte gern Hannah Arendt und warb für eine Politik, die Widersprüche aushält. Kritiker sahen darin Beliebigkeit; Anhänger eine notwendige Korrektur ideologischer Verhärtungen.

    Sein Politikstil war der des erklärenden Ministers: In langen Interviews und Videobotschaften versuchte Robert Habeck, komplexe Zusammenhänge – von der Gaspreisbremse bis zur Wasserstoffstrategie – für ein breites Publikum verständlich zu machen. Diese Direktheit schuf Vertrauen bei vielen Bürgern, machte ihn aber auch angreifbar: Jeder unbedachte Satz wurde in den sozialen Netzwerken seziert, und seine Neigung zum lauten Nachdenken kollidierte mitunter mit den Ritualen des Berliner Politikbetriebs.

    Welche Bücher hat Robert Habeck geschrieben?

    Das literarische Werk von Robert Habeck ist umfangreich: Viele seiner Bücher entstanden gemeinsam mit seiner Frau Andrea Paluch. Zu den bekanntesten Werken zählen die Romane „Hauke Haiens Tod“ (2001) und „Der Schrei der Hyänen“ (2004), die sich mit norddeutschen Stoffen auseinandersetzen. Auch Kinderbücher entstanden in dieser Zusammenarbeit.

    Politische Sachbücher von Robert Habeck sind „Von hier an anders“ (2021), in dem er seine Vorstellung einer anderen Politik entwirft, sowie „Den Bach rauf“ (2025), eine Art politisches Tagebuch aus seiner Zeit als Minister. 2026 erschien „Arctic Meltdown“. Seine literarische Herkunft prägte seinen politischen Kommunikationsstil: Robert Habeck suchte stets das erzählende, deutende Wort statt der bloßen Parole.

    Bemerkenswert ist die Kontinuität dieses Werks: Schon die frühen Romane kreisen um Schuld, Landschaft und norddeutsche Mentalität – Themen, die später auch in Robert Habecks politischen Reden wiederkehren. Die Grenze zwischen Literatur und Politik war bei ihm stets durchlässig: Seine politischen Bücher lesen sich streckenweise wie die Essays eines Schriftstellers, der zufällig Minister geworden ist, nicht wie die Programmschriften eines Parteistrategen.

    Wie lebt Robert Habeck privat?

    Seit 1996 ist Robert Habeck mit der Schriftstellerin Andrea Paluch verheiratet. Das Paar hat vier Söhne und veröffentlichte gemeinsam mehrere Bücher, darunter die Romane „Hauke Haiens Tod“ (2001) und „Der Schrei der Hyänen“ (2004). Seit 2025 lebt die Familie in Kopenhagen; Robert Habeck spricht fließend Dänisch.

    Seit einem Schlachthofbesuch im Jahr 2013 ernährt sich Robert Habeck vegetarisch. Er ist aus der evangelischen Kirche ausgetreten. Die Familie lebte lange in Flensburg, wo Robert Habeck bei der Bundestagswahl 2025 auch sein Direktmandat im Wahlkreis Flensburg–Schleswig anstrebte – er unterlag mit 22,6 Prozent der CDU-Kandidatin Petra Nicolaisen (26,5 Prozent), zog aber über die Landesliste in den Bundestag ein.

    Der Umzug nach Kopenhagen im Jahr 2025 war mehr als ein Ortswechsel: Schon während seines Studiums im dänischen Roskilde hatte Robert Habeck eine enge Beziehung zu Dänemark entwickelt. Dass er seinen Lebensmittelpunkt nun ausgerechnet dorthin verlegte, passt zu einem Politiker, der sich nie ganz mit den Ritualen des Berliner Betriebs identifiziert hat – und der nach dem Rückzug bewusst Distanz zum alten Wirkungskreis suchte.

    Was macht Robert Habeck seit dem Rückzug aus der Politik?

    Nach der Bundestagswahl 2025 kündigte Robert Habeck seinen Rückzug aus der Spitzenpolitik an. Sein Bundestagsmandat legte er zum 31. August 2025 nieder. Seither widmet sich Robert Habeck Wissenschaft, Publizistik und Beratung: Im September 2025 wurde er Senior Analyst am Dänischen Institut für Internationale Studien (DIIS), im Oktober 2025 „Distinguished Global Leader“ am Perry World House der University of Pennsylvania.

    Im Januar 2026 lehrte Robert Habeck als Gastdozent an der Hebräischen Universität Jerusalem, im März und April 2026 an der Haas School of Business in Berkeley. Parallel startete er im Oktober 2025 die Gesprächsreihe „Habeck live“ am Berliner Ensemble. Seit August 2026 berät Robert Habeck zudem das dänische Stadtentwicklungsunternehmen Urban Partners – eine Tätigkeit, die von der Organisation Lobbycontrol kritisch kommentiert wurde.

    Für die Zukunft ist eine Professur als „Professor of Practice“ an der Copenhagen Business School vorgesehen. Robert Habeck hat damit einen für deutsche Spitzenpolitiker ungewöhnlichen Weg eingeschlagen: statt in Aufsichtsräte oder Parteistiftungen zog es ihn an Universitäten und in die dänische Hauptstadt.

    Die Gesprächsreihe „Habeck live“ am Berliner Ensemble, produziert von Studio Bummens, wurde schnell zu einem der meistbeachteten Formate des Berliner Kulturlebens – hier inszenierte sich Robert Habeck als nachdenklicher Gesprächspartner jenseits der Tagespolitik. Seine Beratertätigkeit für Urban Partners wiederum rief Lobbycontrol auf den Plan: Die Organisation verwies auf eine frühere Verbindung zum Heizungshersteller Viessmann. Ein Vorgeschmack darauf, dass auch der Ex-Politiker Habeck der öffentlichen Kontrolle nicht entkommt.

    Robert Habeck Grüne BDK 2024
    Robert Habeck auf dem Grünen-Bundesparteitag 2024. Foto: Martin Kraft / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

    Die wichtigsten Stationen von Robert Habeck im Überblick

    Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten öffentlich dokumentierten Stationen im Leben von Robert Habeck zusammen.

    Zeitraum Station Details
    2. September 1969 Geburt Geboren in Lübeck
    ab 2009 Landtag Schleswig-Holstein Fraktionsvorsitzender der Grünen
    2012–2018 Minister in Schleswig-Holstein Stellvertretender Ministerpräsident; Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt
    2018–2022 Bundesvorsitzender der Grünen Gemeinsam mit Annalena Baerbock
    2021–2025 Mitglied des Bundestages Mandat niedergelegt zum 31. August 2025
    2021–2025 Vizekanzler und Bundesminister Wirtschaft und Klimaschutz im Kabinett Scholz
    2025 Kanzlerkandidat Direktmandat Flensburg–Schleswig verfehlt (22,6 %)
    seit Sep. 2025 Senior Analyst DIIS Dänisches Institut für Internationale Studien
    seit Okt. 2025 Perry World House „Distinguished Global Leader“, University of Pennsylvania
    Okt. 2025 „Habeck live“ Gesprächsreihe am Berliner Ensemble
    2026 Gastdozenturen Hebräische Universität Jerusalem; UC Berkeley
    2026 „Arctic Meltdown“ Buchveröffentlichung
    seit Aug. 2026 Senior Advisor Urban Partners (Dänemark)
    künftig Professor of Practice Copenhagen Business School (vorgesehen)
    1996–heute Familie Verheiratet mit Andrea Paluch, vier Söhne

    Häufige Fragen zu Robert Habeck

    Wann war Robert Habeck Vizekanzler?

    Robert Habeck war vom 8. Dezember 2021 bis 2025 Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz im Kabinett Scholz. Vereidigt wurde er am 8. Dezember 2021 gemeinsam mit der neuen Bundesregierung; 2025 übergab er das Wirtschaftsministerium an seine Nachfolgerin Katherina Reiche (CDU).

    Welcher Partei gehört Robert Habeck an?

    Robert Habeck gehört Bündnis 90/Die Grünen an. Von 2018 bis 2022 war er gemeinsam mit Annalena Baerbock Bundesvorsitzender der Partei. Unter ihrer Doppelspitze holten die Grünen bei der Bundestagswahl 2021 mit 14,8 Prozent das beste Ergebnis ihrer Geschichte.

    Was hat Robert Habeck beruflich gemacht, bevor er Politiker wurde?

    Robert Habeck ist promovierter Philosoph und arbeitete als Schriftsteller. Gemeinsam mit seiner Frau Andrea Paluch veröffentlichte er Romane und Kinderbücher, darunter „Hauke Haiens Tod“ (2001). Er studierte Philosophie und Literaturwissenschaft in Freiburg, Roskilde und Hamburg; 2026 erschien sein Buch „Arctic Meltdown“.

    Warum hat sich Robert Habeck aus der Politik zurückgezogen?

    Nach der Bundestagswahl 2025, bei der er als Kanzlerkandidat antrat, kündigte Robert Habeck seinen Rückzug aus der Spitzenpolitik an und legte sein Bundestagsmandat zum 31. August 2025 nieder. Sein Direktmandat im Wahlkreis Flensburg–Schleswig hatte er mit 22,6 Prozent verfehlt; ins Parlament war er über die Landesliste eingezogen. Sein Mandat übernahm Mayra Vriesema.

    Wo lebt Robert Habeck heute?

    Robert Habeck lebt seit 2025 mit seiner Familie in Kopenhagen, Dänemark. Er spricht fließend Dänisch und arbeitet als Wissenschaftler, Autor und Berater. Zuvor hatte die Familie lange in Flensburg gelebt; 2026 lehrte Habeck unter anderem an der Hebräischen Universität Jerusalem und in Berkeley.

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  • Friedrich Merz: Biografie, Karriere und politische Stationen im Überblick

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    Friedrich Merz ist seit dem 6. Mai 2025 der zehnte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Der CDU-Bundesvorsitzende führt eine Koalition aus CDU, CSU und SPD und folgte auf Olaf Scholz. Seine Wahl im Deutschen Bundestag war historisch: Im ersten Wahlgang scheiterte Friedrich Merz überraschend, erst im zweiten Wahlgang erreichte er die nötige Kanzlermehrheit. Stand: 30. Oktober 2026.

    Der 1955 im sauerländischen Brilon geborene Jurist gehört zu den prägenden Figuren der deutschen Politik: Bereits von 2000 bis 2002 führte Friedrich Merz die Unionsfraktion im Bundestag, zog sich danach jahrelang in die Wirtschaft zurück – unter anderem als Aufsichtsratschef von BlackRock Deutschland – und kehrte erst 2021 in die aktive Politik zurück. Dieser Beitrag zeichnet die Biografie, die Karriere und alle politischen Stationen von Friedrich Merz nach – mit Tabelle, Bildern und Antworten auf die häufigsten Fragen.

    Friedrich Merz im CDU-Wahlkampf 2024 in Erfurt
    Friedrich Merz im CDU-Wahlkampf in Erfurt im August 2024. Foto: Steffen Prößdorf / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

    In diesem Artikel

    1. Wer ist Friedrich Merz?
    2. Wie wurde Friedrich Merz Bundeskanzler?
    3. Welche Stationen prägten die Karriere von Friedrich Merz?
    4. Was machte Friedrich Merz in der Wirtschaft?
    5. Wofür steht Friedrich Merz politisch?
    6. Wie lebt Friedrich Merz privat?
    7. Wie beliebt ist Friedrich Merz im Herbst 2026?
    8. Die wichtigsten Stationen von Friedrich Merz im Überblick
    9. Häufige Fragen zu Friedrich Merz
    10. Weiterlesen

    Wer ist Friedrich Merz?

    Friedrich Merz, mit vollem Namen Joachim-Friedrich Martin Josef Merz, wurde am 11. November 1955 in Brilon im Sauerland (Nordrhein-Westfalen) geboren. Er ist ein deutscher Politiker der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU), deren Bundesvorsitzender er seit 2022 ist. Seit dem 6. Mai 2025 amtiert Friedrich Merz als zehnter Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und steht damit an der Spitze der Bundesregierung. Zuvor war Friedrich Merz unter anderem Mitglied des Europäischen Parlaments (1989–1994), langjähriger Bundestagsabgeordneter (1994–2009 und erneut seit 2021) sowie zweimal Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion (2000–2002 und 2022–2025). Der studierte Jurist arbeitete parallel und zwischen seinen politischen Ämtern als Rechtsanwalt und Manager, unter anderem als Partner der Kanzlei Mayer Brown und als Aufsichtsratsvorsitzender von BlackRock Asset Management Deutschland. Damit verbindet Friedrich Merz wie kaum ein zweiter aktiver deutscher Spitzenpolitiker eine klassische Parteikarriere mit einer langjährigen Tätigkeit in der internationalen Wirtschaft.

    Bekannt wurde Friedrich Merz in den frühen 2000er-Jahren als wirtschaftspolitischer Kopf der Union und als Gegenspieler von Angela Merkel: Als sie 2002 den Fraktionsvorsitz übernahm, zog sich Friedrich Merz aus der ersten Reihe der Bundespolitik zurück. Erst nach der Wahlniederlage der CDU bei der Bundestagswahl 2021 und dem Rückzug von Armin Laschet kehrte Friedrich Merz an die Parteispitze zurück – und führte die Union bei der Bundestagswahl 2025 als Kanzlerkandidat zum Wahlsieg.

    Wie wurde Friedrich Merz Bundeskanzler?

    Der Weg von Friedrich Merz ins Bundeskanzleramt begann mit dem Sieg von CDU und CSU bei der Bundestagswahl im Februar 2025. Nach der Wahl verhandelten Union und SPD einen Koalitionsvertrag, der am 5. Mai 2025 unterzeichnet wurde. Damit war der Weg frei für die Kanzlerwahl im Deutschen Bundestag – doch sie entwickelte sich zu einem beispiellosen politischen Drama.

    Am 6. Mai 2025 scheiterte Friedrich Merz im ersten Wahlgang überraschend: Er erhielt nur 310 Stimmen, sechs weniger als die erforderliche Kanzlermehrheit von 316 Stimmen. Noch nie war ein designierter Kanzler im ersten Wahlgang durchgefallen. Erst im zweiten Wahlgang am selben Tag erreichte Friedrich Merz mit 325 Stimmen die notwendige Mehrheit. Anschließend ernannte ihn Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Bundeskanzler; bei der Vereidigung im Bundestag sprach Friedrich Merz die Eidesformel mit Gottesbezug („So wahr mir Gott helfe“). Das Kabinett Merz aus CDU, CSU und SPD nahm noch am selben Tag seine Arbeit auf.

    Noch nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik war ein designierter Bundeskanzler im ersten Wahlgang gescheitert: Die 310 Ja-Stimmen für Friedrich Merz lagen sechs unter der erforderlichen Kanzlermehrheit von 316. Die Stunden zwischen den beiden Wahlgängen am 6. Mai 2025 gehörten zu den dramatischsten der bundesdeutschen Parlamentsgeschichte, bevor die Fraktionsspitzen von Union und SPD Geschlossenheit signalisierten und Friedrich Merz im zweiten Anlauf mit 325 Stimmen gewählt wurde.

    Friedrich Merz beim EPP-Kongress in Rotterdam
    Friedrich Merz beim Kongress der Europäischen Volkspartei (EVP) in Rotterdam. Foto: European People’s Party / Wikimedia Commons, CC BY 2.0

    Welche Stationen prägten die Karriere von Friedrich Merz?

    Die politische Laufbahn von Friedrich Merz begann auf europäischer Ebene: Von 1989 bis 1994 saß er als Abgeordneter im Europäischen Parlament. 1994 wechselte Friedrich Merz in den Deutschen Bundestag, dem er bis 2009 angehörte. Sein steiler Aufstieg gipfelte im Jahr 2000, als er nach dem Rücktritt von Wolfgang Schäuble Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wurde – mit nur 44 Jahren einer der jüngsten Fraktionschefs der Unionsgeschichte. Doch der Machtkampf mit Angela Merkel, die 2000 den CDU-Vorsitz übernommen hatte, entschied die Kanzlerin 2002 für sich: Merkel übernahm auch den Fraktionsvorsitz, Friedrich Merz wurde Vizefraktionschef und zog sich 2009 schließlich ganz aus dem Bundestag zurück.

    Die Jahre 2009 bis 2021 verbrachte Friedrich Merz überwiegend in der Wirtschaft (siehe unten). Die Rückkehr in die Politik erfolgte schrittweise: Bei der Bundestagswahl 2021 gewann Friedrich Merz das Direktmandat im Hochsauerlandkreis und zog erneut in den Bundestag ein. Anfang 2022 wählte ihn die CDU zum Bundesvorsitzenden – als Nachfolger von Armin Laschet. Im Februar 2026 wurde Friedrich Merz mit 91,2 Prozent der Delegiertenstimmen als CDU-Chef wiedergewählt. Von 2022 bis 2025 führte Friedrich Merz zudem erneut die Unionsfraktion an, diesmal als Oppositionsführer gegen die Ampelkoalition von Olaf Scholz.

    Was machte Friedrich Merz in der Wirtschaft?

    Nach dem Jurastudium schlug Friedrich Merz zunächst die klassische Juristenlaufbahn ein: 1985/86 war er Richter auf Probe am Amtsgericht Saarbrücken, von 1986 bis 1989 arbeitete er als Syndikus beim Verband der Chemischen Industrie (VCI). Als Rechtsanwalt wurde Friedrich Merz 2005 Partner der internationalen Wirtschaftskanzlei Mayer Brown. Seine prominenteste Wirtschaftsstation war der Vorsitz des Aufsichtsrats von BlackRock Asset Management Deutschland von 2016 bis 2020 – eine Tätigkeit, die ihm in späteren Wahlkämpfen immer wieder kritische Fragen zu möglichen Interessenkonflikten einbrachte.

    Daneben engagierte sich Friedrich Merz in der transatlantischen Verständigung: Als Vorsitzender der Atlantik-Brücke setzte er sich für die deutsch-amerikanischen Beziehungen ein. Seine zahlreichen Nebentätigkeiten und Aufsichtsratsmandate machten Friedrich Merz zu einem der vermögendsten deutschen Spitzenpolitiker – ein Umstand, den er selbst stets offen thematisierte und der sein Image als Wirtschaftsexperte prägte.

    Friedrich Merz im Jahr 2026 als Bundeskanzler
    Friedrich Merz im Jahr 2026 als amtierender Bundeskanzler. Foto: Stenbocki maja / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

    Wofür steht Friedrich Merz politisch?

    Friedrich Merz gilt als Vertreter des wirtschaftsliberalen Flügels der CDU. Zentrale Leitbegriffe seiner Politik sind die Soziale Marktwirtschaft, solide Staatsfinanzen und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. In der Migrationspolitik trat Friedrich Merz für eine deutlich restriktivere Linie ein als seine Vorgängerin Angela Merkel – sein umstrittenes „Zustrombegrenzungsgesetz“ scheiterte Anfang 2025 noch im Bundestag, prägte aber die Debatte des Wahlkampfs.

    Außenpolitisch positionierte sich Friedrich Merz klar an der Seite der Ukraine und für eine stärkere europäische Verteidigungsfähigkeit. Bemerkenswert war seine Kehrtwende bei der Schuldenbremse: Noch im Wahlkampf als deren Hüter aufgetreten, ebnete Friedrich Merz nach der Wahl den Weg für ein milliardenschweres Sondervermögen für die Bundeswehr und Infrastruktur – ein Schritt, der ihm den Vorwurf des Wortbruchs von der Opposition und Zustimmung von Sicherheitspolitikern gleichermaßen einbrachte. In der Koalition mit der SPD muss Friedrich Merz seither den Spagat zwischen unionsgeführten Sparzielen und sozialdemokratischen Gestaltungsansprüchen meistern.

    Zu den innenpolitischen Vorhaben der Bundesregierung unter Friedrich Merz zählen nach eigenem Bekunden die Stärkung der Wirtschaft, der Abbau von Bürokratie sowie Investitionen in Infrastruktur und Digitalisierung. Kritiker werfen Friedrich Merz vor, große Ankündigungen zu machen und in der Koalition mit der SPD Kompromisse einzugehen, die seinem wirtschaftsliberalen Profil widersprächen; Unterstützer loben seine klare Haltung in der Sicherheits- und Europapolitik. Die Bewertung seiner Kanzlerschaft fällt im Herbst 2026 entsprechend gespalten aus – zwischen Anerkennung für außenpolitische Führung und Kritik an der innenpolitischen Bilanz.

    Wie lebt Friedrich Merz privat?

    Friedrich Merz ist seit 1981 mit Charlotte Merz (geborene Gass, Jahrgang 1960) verheiratet. Seine Frau ist Richterin und Direktorin des Amtsgerichts Arnsberg. Das Paar hat drei erwachsene Kinder: Sohn Philippe (geboren 1981) ist Philosoph, Tochter Constanze ist Ärztin und Tochter Carola Rechtsanwältin. Die Familie lebt in Arnsberg-Niedereimer im Sauerland; einen Zweitwohnsitz unterhält Friedrich Merz in Gmund am Tegernsee in Bayern.

    Bekannt ist Friedrich Merz auch als leidenschaftlicher Privatpilot: Er besitzt einen Flugschein und fliegt selbst – ein Hobby, das ihm in Wahlkampfzeiten gelegentlich Spott, aber auch Sympathien einbrachte. Anders als viele Berufspolitiker verbrachte Friedrich Merz einen großen Teil seines Berufslebens außerhalb der Politik in der freien Wirtschaft, was sein Selbstbild als „Mann aus der Praxis“ prägt. Sein Vermögen und seine Nebeneinkünfte legt Friedrich Merz nach eigenen Angaben offen – Transparenz, die er auch von anderen Spitzenpolitikern einfordert.

    Wie beliebt ist Friedrich Merz im Herbst 2026?

    Die Umfragewerte von Friedrich Merz gaben im Laufe des Jahres 2026 Anlass zur Sorge in der Union: Im ARD-DeutschlandTrend zeigten sich im Mai 2026 nur 16 Prozent der Befragten mit der Arbeit von Friedrich Merz zufrieden. Bis Oktober 2026 sank dieser Wert auf 10 Prozent – auch die Zufriedenheit mit der Bundesregierung insgesamt lag bei nur 10 Prozent, ein historischer Tiefststand.

    Für zusätzliche Unruhe sorgte im Juli 2026 der Rücktritt von Jens Spahn als Vorsitzender der Unionsfraktion im Zuge einer Affäre um Leihmutterschaft. Es folgte eine Kabinettsumbildung: Patrick Schnieder schied am 29. Juli 2026 aus, Steffen Bilger und Carsten Linnemann rückten nach; Thorsten Frei verließ das Kabinett ebenfalls. Am 13. Oktober 2026 folgte mit dem Ausscheiden von Bärbel Bas und der Ernennung von Alexander Schweitzer ein weiterer prominenter Wechsel. Ob Friedrich Merz mit dem umgebildeten Kabinett die Wende bei den Umfragewerten schafft, gehört zu den spannendsten Fragen der deutschen Politik im Herbst 2026.

    Friedrich Merz Porträt aus dem Archiv der Konrad-Adenauer-Stiftung
    Friedrich Merz, Porträt aus dem Archiv der Konrad-Adenauer-Stiftung. Foto: CDU / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de

    Die wichtigsten Stationen von Friedrich Merz im Überblick

    Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten öffentlich dokumentierten Stationen im Leben von Friedrich Merz zusammen:

    Zeitraum Station Details
    11. November 1955 Geburt Geboren in Brilon (Sauerland, NRW) als Joachim-Friedrich Martin Josef Merz
    1985–1986 Richter auf Probe Amtsgericht Saarbrücken
    1986–1989 Syndikus Verband der Chemischen Industrie (VCI)
    1989–1994 Mitglied des Europäischen Parlaments CDU, EVP-Fraktion
    1994–2009 Mitglied des Deutschen Bundestages Direktmandat u. a. im Hochsauerlandkreis
    2000–2002 Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Nachfolger von Wolfgang Schäuble; 2002 abgelöst durch Angela Merkel
    ab 2005 Partner bei Mayer Brown Internationale Wirtschaftskanzlei Mayer Brown
    2016–2020 Aufsichtsratsvorsitzender BlackRock Asset Management Deutschland
    seit 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages Rückkehr in die aktive Politik, Direktmandat Hochsauerlandkreis
    seit 2022 Bundesvorsitzender der CDU Nachfolger von Armin Laschet; Wiederwahl im Februar 2026 mit 91,2 %
    2022–2025 Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Oppositionsführer gegen die Ampelkoalition
    seit 6. Mai 2025 Bundeskanzler Zehnter Bundeskanzler der Bundesrepublik; Kabinett Merz aus CDU, CSU und SPD

    Häufige Fragen zu Friedrich Merz

    Seit wann ist Friedrich Merz Bundeskanzler?

    Friedrich Merz ist seit dem 6. Mai 2025 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Er wurde im zweiten Wahlgang mit 325 Stimmen gewählt, nachdem er im ersten Wahlgang überraschend gescheitert war – ein Novum in der Geschichte der Bundesrepublik.

    Welcher Partei gehört Friedrich Merz an?

    Friedrich Merz gehört der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) an, deren Bundesvorsitzender er seit 2022 ist. Im Februar 2026 wurde er mit 91,2 Prozent der Stimmen wiedergewählt.

    Was hat Friedrich Merz vor seiner Kanzlerschaft beruflich gemacht?

    Friedrich Merz ist studierter Jurist. Er war Richter auf Probe, Syndikus beim VCI, Partner der Kanzlei Mayer Brown und von 2016 bis 2020 Aufsichtsratsvorsitzender von BlackRock Deutschland. Parallel war er über viele Jahre Bundestagsabgeordneter und Fraktionsvorsitzender.

    Ist Friedrich Merz verheiratet und hat er Kinder?

    Ja. Friedrich Merz ist seit 1981 mit Charlotte Merz (geborene Gass) verheiratet, die als Richterin und Direktorin des Amtsgerichts Arnsberg arbeitet. Das Paar hat drei erwachsene Kinder: Philippe, Constanze und Carola.

    Wo wohnt Friedrich Merz?

    Friedrich Merz lebt mit seiner Familie in Arnsberg-Niedereimer im Sauerland (Nordrhein-Westfalen). Einen Zweitwohnsitz unterhält er in Gmund am Tegernsee in Bayern.

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  • Timothée Chalamet Filme und Serien: Alle Highlights, Filmografie und FAQ im Überblick

    People

    Timothée Chalamet gehört zu den prägenden Schauspielern seiner Generation: Mit Call Me by Your Name (2017) wurde er über Nacht weltberühmt, mit Dune (2021) und Dune: Part Two (2024) zum Kinostar, und mit A Complete Unknown (2024) als Bob Dylan bewies er erneut seine enorme Wandlungsfähigkeit. Sein jüngster Kinofilm Marty Supreme lief Ende 2025 an. Stand: 30. Oktober 2026.

    Geboren am 27. Dezember 1995 in New York City, begann Chalamet seine Karriere als Kinderdarsteller im Fernsehen, bevor er zu einem der gefragtesten Hauptdarsteller Hollywoods aufstieg. Er arbeitet mit Regiegrößen wie Denis Villeneuve, Greta Gerwig, Luca Guadagnino, Christopher Nolan und James Mangold zusammen und wurde bereits zweimal für den Oscar nominiert. Dieser Beitrag versammelt alle wichtigen Timothée Chalamet Filme und Serien: die größten Highlights, seine Anfänge im TV, Auszeichnungen, die komplette Filmografie in einer Tabelle und Antworten auf die häufigsten Fragen.

    Timothée Chalamet Filme und Serien – Timothée Chalamet mit Armie Hammer auf der Berlinale 2017
    Timothée Chalamet mit Armie Hammer beim Photo Call zu „Call Me by Your Name“ auf der Berlinale 2017. Foto: Elena Ringo / Wikimedia Commons, CC BY 4.0

    In diesem Artikel

    1. Wer ist Timothée Chalamet?
    2. Wie wurde Timothée Chalamet berühmt?
    3. Welche Filme mit Timothée Chalamet sollte man gesehen haben?
    4. In welchen Serien spielt Timothée Chalamet mit?
    5. Was ist der neueste Film von Timothée Chalamet?
    6. Welche Auszeichnungen hat Timothée Chalamet gewonnen?
    7. Wie geht es für Timothée Chalamet weiter?
    8. Timothée Chalamet Filme und Serien: Die komplette Filmografie
    9. Häufige Fragen zu Timothée Chalamet
    10. Weiterlesen

    Wer ist Timothée Chalamet?

    Timothée Hal Chalamet wurde am 27. Dezember 1995 in New York City geboren. Sein Vater Marc Chalamet ist Franzose und arbeitet als Journalist und Übersetzer, seine Mutter Nicole Flender ist US-Amerikanerin und war Tänzerin und Schauspielerin. Durch seinen Vater besitzt Chalamet auch die französische Staatsbürgerschaft und spricht fließend Französisch – ein Detail, das ihm in seiner Karriere schon mehrfach zugute kam, etwa bei Dreharbeiten in Europa oder bei französischsprachigen Interviews.

    Aufgewachsen ist Chalamet in Manhattan, wo er die renommierte Fiorello H. LaGuardia High School of Music & Art and Performing Arts besuchte – dieselbe Schule, die auch Absolventen wie Jennifer Aniston oder Al Pacino hervorgebracht hat. Schon als Jugendlicher stand er auf der Bühne und vor der Kamera: Erste kleine Rollen übernahm er in Werbespots und Kurzfilmen, bevor 2009 mit Law & Order sein Fernsehdebüt folgte. Wer damals genau hinsah, konnte bereits erahnen, dass hier ein außergewöhnliches Talent heranwuchs: Chalamets Spiel war schon früh von einer Mischung aus Verletzlichkeit und Intensität geprägt, die später zu seinem Markenzeichen werden sollte.

    Privat gilt Chalamet als einer der stilbewusstesten jungen Stars Hollywoods. Seine Auftritte auf roten Teppichen – oft in ausgefallenen, von Designer Haider Ackermann oder Tom Ford entworfenen Looks – machen regelmäßig Schlagzeilen in der Modepresse. Gleichzeitig pflegt er bewusst ein bodenständiges Image: In Interviews spricht er offen über Lampenfieber, Selbstzweifel und die harte Arbeit hinter dem Erfolg. Diese Mischung aus Glamour und Nahbarkeit erklärt zu einem guten Teil, warum er gerade beim jungen Publikum so beliebt ist.

    Wie wurde Timothée Chalamet berühmt?

    Der Durchbruch kam 2017 – und er kam mit Wucht. Gleich zwei Filme machten Chalamet in diesem Jahr zum Gesprächsthema der gesamten Filmwelt: Call Me by Your Name von Luca Guadagnino und Lady Bird von Greta Gerwig. In Call Me by Your Name spielte er den 17-jährigen Elio Perlman, der sich im Sommer 1983 in Italien in den älteren Doktoranden Oliver (Armie Hammer) verliebt. Chalamets Darstellung – zart, ungeschützt, in manchen Szenen fast schmerzhaft ehrlich – wurde von der Kritik gefeiert und brachte ihm im Alter von 22 Jahren eine Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller ein. Er war damit einer der jüngsten Nominierten in dieser Kategorie überhaupt.

    Parallel dazu war er als cooler, etwas arroganter Kyle in Greta Gerwigs Lady Bird zu sehen, einem Film, der fünf Oscar-Nominierungen erhielt. Dass ein junger Schauspieler innerhalb eines einzigen Jahres in zwei der wichtigsten Filme des Jahres mitspielte, war eine Seltenheit – und Hollywood nahm Notiz. Regisseure rissen sich fortan um ihn: Es folgten Zusammenarbeiten mit Felix Van Groeningen (Beautiful Boy, 2018), Greta Gerwig erneut (Little Women, 2019) und schließlich Denis Villeneuve, der ihn als Paul Atreides für seine Dune-Verfilmungen besetzte.

    Timothée Chalamet Filme und Serien – Porträt des Schauspielers auf der Berlinale 2017
    Timothée Chalamet auf der Berlinale 2017, dem Festival seines internationalen Durchbruchs. Foto: Maximilian Bühn / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

    Welche Filme mit Timothée Chalamet sollte man gesehen haben?

    Wer sich einen Überblick über das Schaffen von Timothée Chalamet verschaffen will, kommt an einigen Titeln nicht vorbei. An erster Stelle steht natürlich Call Me by Your Name (2017): Das Liebesdrama um Elio und Oliver gilt längst als moderner Klassiker und zeigt Chalamet in der Rolle, die alles ins Rollen brachte. Die berühmte Schlussszene am Kamin – minutenlang nur sein Gesicht in Großaufnahme – wird in Schauspielschulen bis heute als Beispiel für stilles, innerliches Spiel zitiert.

    Ein völlig anderes Register zieht er in Denis Villeneuves Dune (2021) und Dune: Part Two (2024): Als Paul Atreides trägt er ein gigantisches Science-Fiction-Epos, das weltweit über eine Milliarde US-Dollar einspielte und mehrere Oscars gewann. Zwischen diesen Blockbustern bewies Chalamet seine Vielseitigkeit: In Little Women (2019) gab er den charmanten Laurie, in The French Dispatch (2021) den rebellischen Studenten Zeffirelli, in Don’t Look Up (2021) den skurrilen Yule und in Bones and All (2022) den Außenseiter Lee – eine Rolle, für die er auch als Produzent verantwortlich zeichnete.

    Familienpublikum erreichte er mit Wonka (2023), in dem er als junger Willy Wonka singt und tanzt und damit bewies, dass er auch das Musical-Fach beherrscht. Der Film wurde ein weltweiter Kassenerfolg. Ganz anders wiederum A Complete Unknown (2024): Als Bob Dylan in James Mangolds Musik-Biopic sang Chalamet alle Songs selbst ein und erarbeitete sich Dylans nasalen Gesangsstil und dessen Körpersprache in monatelanger Vorbereitung. Die Mühe wurde mit seiner zweiten Oscar-Nominierung belohnt. Wer Chalamets Bandbreite verstehen will, sollte sich diese drei Filme – Call Me by Your Name, Dune: Part Two und A Complete Unknown – als Einstieg vornehmen: Sensibles Indie-Drama, episches Blockbuster-Kino und musikalisches Charakterporträt zeigen drei völlig verschiedene Gesichter desselben Schauspielers.

    In welchen Serien spielt Timothée Chalamet mit?

    Bevor Timothée Chalamet die Kinoleinwände eroberte, lernte er sein Handwerk im Fernsehen. Sein Debüt gab er 2009 in einer Folge von Law & Order, es folgten Auftritte in Serien wie Royal Pains und Homeland. In der preisgekrönten Thrillerserie Homeland spielte er 2012 in acht Folgen den Finn Walden, den Sohn des Vizepräsidenten – eine wiederkehrende Rolle, die ihm erste Aufmerksamkeit in der Branche einbrachte.

    Seit seinem Durchbruch im Kino ist Chalamet im seriellen Erzählen nur noch selten zu sehen – was angesichts seines vollen Kinokalenders kaum überrascht. Eine Ausnahme war sein Auftritt als Moderator bei Saturday Night Live im Dezember 2020, wo er sein komödiantisches Talent unter Beweis stellte. Für die Zukunft ist ein Serien-Comeback nicht ausgeschlossen: In Interviews hat Chalamet mehrfach betont, dass ihn das sogenannte „Peak TV“ reizt und er für die richtige Rolle – etwa bei einem anspruchsvollen Streaming-Projekt – durchaus wieder eine Serie drehen würde. Bislang jedoch gilt: Wer Timothée Chalamet sehen will, findet ihn fast ausschließlich im Kino.

    Timothée Chalamet Filme und Serien – Der Schauspieler bei der Premiere von Dune Part Two in Paris 2024
    Timothée Chalamet bei der Premiere von „Dune: Part Two“ im Grand Rex in Paris, Februar 2024. Foto: ManoSolo13241324 / Wikimedia Commons, CC0

    Was ist der neueste Film von Timothée Chalamet?

    Der neueste Kinofilm von Timothée Chalamet ist Marty Supreme, der am 25. Dezember 2025 in den Kinos anlief. In dem Sportdrama von Josh Safdie spielt Chalamet den Tischtennisspieler Marty Mauser, der vom Tellerwäscher zum umstrittenen Champion aufsteigt. Der Film basiert lose auf dem Leben des US-Tischtennisprofis Marty Reisman und wurde bereits im Vorfeld als möglicher Auszeichnungen-Kandidat gehandelt. Für die Rolle trainierte Chalamet monatelang Tischtennis auf Profiniveau – ein Einsatz, der typisch ist für seine gründliche Arbeitsweise.

    Davor war er 2024 gleich zweimal im Kino zu sehen: als Paul Atreides in Dune: Part Two und als Bob Dylan in A Complete Unknown. Beide Filme zählten zu den meistdiskutierten Kinostarts des Jahres und untermauerten Chalamets Status als einer der wenigen jungen Schauspieler, die sowohl künstlerisch anspruchsvolle Stoffe als auch großes Blockbuster-Kino tragen können. Seine IMDb-Filmografie liest sich entsprechend wie ein Streifzug durch das beste amerikanische Kino der letzten zehn Jahre.

    Welche Auszeichnungen hat Timothée Chalamet gewonnen?

    Timothée Chalamet wurde bislang zweimal für den Oscar nominiert: 2018 als bester Hauptdarsteller für Call Me by Your Name und 2025 in derselben Kategorie für A Complete Unknown. Hinzu kommen Nominierungen für den Golden Globe (unter anderem für Beautiful Boy), den BAFTA Award und den Screen Actors Guild Award. Bei den Critics‘ Choice Awards und zahlreichen Kritikerpreisen wurde er mehrfach ausgezeichnet.

    Bemerkenswert ist vor allem das Tempo seiner Karriere: Zwischen erster Oscar-Nominierung und zweiter lagen nur sieben Jahre, in denen er sich vom Geheimtipp zum globalen Star entwickelte. Branchenbeobachter trauen ihm zu, dass der erste Oscar-Gewinn nur eine Frage der Zeit ist – zumal er gezielt mit renommierten Regisseuren zusammenarbeitet und seine Rollenwahl als äußerst klug gilt. Neben den großen Filmpreisen wurde Chalamet auch als Modeikone ausgezeichnet und zählt regelmäßig zu den bestgekleideten Männern der Welt in den Jahreslisten der Modepresse.

    Timothée Chalamet Filme und Serien – Nahaufnahme des Schauspielers bei der Dune-Premiere 2024
    Nahaufnahme von Timothée Chalamet bei der „Dune: Part Two“-Premiere in Paris 2024. Foto: ManoSolo13241324 / Wikimedia Commons, CC0

    Wie geht es für Timothée Chalamet weiter?

    Die Zukunftspläne von Timothée Chalamet lesen sich wie das Wunschprogramm eines jeden Kinofans: Dune: Part Three ist für Dezember 2026 angekündigt und soll die Geschichte um Paul Atreides nach der Romanvorlage „Dune Messiah“ fortsetzen. Die Dreharbeiten mit Denis Villeneuve gelten als eines der am meisten erwarteten Kinoprojekte der kommenden Jahre. Darüber hinaus werden Chalamet kontinuierlich neue Projekte angeboten – von Autorenfilmen bis zu großen Studioproduktionen.

    Interessant ist, wie bewusst Chalamet seine Karriere steuert: Er wechselt konsequent zwischen Independent-Kino und Blockbustern, arbeitet fast ausschließlich mit Regisseuren, die er bewundert, und nimmt sich zwischen den Projekten immer wieder Auszeiten. In Interviews spricht er davon, dass er lieber wenige, dafür besondere Filme drehen will, als in jedem Franchise mitzuspielen. Diese Haltung – gepaart mit seinem offenkundigen Talent – macht ihn zu einem der spannendsten Schauspieler seiner Generation. Eines ist sicher: Die Liste der Timothée Chalamet Filme und Serien wird in den kommenden Jahren noch deutlich länger werden.

    Timothée Chalamet Filme und Serien: Die komplette Filmografie

    Die folgende Tabelle listet die wichtigsten Filme und Serien mit Timothée Chalamet in chronologischer Reihenfolge – von den TV-Anfängen über den Durchbruch bis zu den angekündigten Projekten.

    Jahr Titel Rolle Anmerkung
    2009 Law & Order (TV) Eric Foley Fernsehdebüt, eine Folge
    2012 Homeland (TV) Finn Walden 8 Folgen
    2014 Men, Women & Children Danny Vance Kinodebüt
    2014 Interstellar Junger Tom Cooper Regie: Christopher Nolan
    2015 One & Two Zac Independent-Film
    2016 Miss Stevens Billy –
    2017 Call Me by Your Name Elio Perlman Oscar-Nominierung 2018
    2017 Lady Bird Kyle Scheible Regie: Greta Gerwig
    2017 Hostiles Philippe DeJardin Western
    2018 Beautiful Boy Nic Sheff Golden-Globe-Nominierung
    2019 The King Heinrich V. Netflix-Produktion
    2019 Little Women Theodore „Laurie“ Laurence Regie: Greta Gerwig
    2020 Saturday Night Live (TV) Moderator Eine Folge
    2021 Dune Paul Atreides Regie: Denis Villeneuve
    2021 The French Dispatch Zeffirelli Regie: Wes Anderson
    2021 Don’t Look Up Yule Netflix-Produktion
    2022 Bones and All Lee Auch Produzent
    2023 Wonka Willy Wonka Musicalfilm
    2024 Dune: Part Two Paul Atreides Blockbuster
    2024 A Complete Unknown Bob Dylan Oscar-Nominierung 2025
    2025 Marty Supreme Marty Mauser Kinostart: 25. Dezember 2025
    2026 Dune: Part Three Paul Atreides Angekündigt für Dezember 2026

    Häufige Fragen zu Timothée Chalamet

    Wie alt ist Timothée Chalamet?

    Timothée Chalamet wurde am 27. Dezember 1995 in New York City geboren und ist damit 30 Jahre alt (Stand: Oktober 2026). Seinen internationalen Durchbruch feierte er bereits mit 22 Jahren durch Call Me by Your Name.

    In welchen Filmen spielt Timothée Chalamet mit Zendaya?

    Timothée Chalamet und Zendaya spielen gemeinsam in Dune (2021) und Dune: Part Two (2024): Er verkörpert Paul Atreides, sie die Fremen-Kriegerin Chani. Auch für das angekündigte Dune: Part Three (Dezember 2026) werden beide zurückerwartet.

    Wofür wurde Timothée Chalamet für den Oscar nominiert?

    Chalamet erhielt zwei Oscar-Nominierungen als bester Hauptdarsteller: 2018 für seine Rolle als Elio Perlman in Call Me by Your Name und 2025 für seine Darstellung des Bob Dylan in A Complete Unknown.

    Wo kann man Filme mit Timothée Chalamet streamen?

    Das wechselt je nach Lizenzlage: Dune: Part Two und Wonka laufen häufig bei den großen Streamingdiensten, The King und Don’t Look Up sind Netflix-Produktionen und dort dauerhaft verfügbar. Am besten prüft man die aktuelle Verfügbarkeit direkt in der Suche des jeweiligen Anbieters – Lizenzen wechseln in der Regel monatlich.

    Was ist der neueste Film von Timothée Chalamet?

    Der neueste Kinofilm von Timothée Chalamet ist Marty Supreme (Kinostart: 25. Dezember 2025), in dem er den Tischtennisspieler Marty Mauser spielt. Als Nächstes wird Dune: Part Three erwartet, das für Dezember 2026 angekündigt ist.

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  • Zendaya Filme und Serien: Alle Highlights von Euphoria bis Dune im Überblick

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    Zendaya ist vom Disney-Channel-Star zu einer der einflussreichsten Schauspielerinnen ihrer Generation aufgestiegen: Mit der HBO-Serie Euphoria gewann sie gleich zwei Emmys, mit Spider-Man und Dune prägte sie zwei der größten Kinofranchises der Gegenwart. Zuletzt war sie in Spider-Man: Brand New Day (2026) zu sehen. Stand: 30. Oktober 2026.

    Geboren am 1. September 1996 in Oakland, Kalifornien, als Zendaya Maree Stoermer Coleman, begann sie ihre Karriere als Kinderdarstellerin beim Disney Channel. Heute arbeitet sie mit Regisseuren wie Denis Villeneuve, Christopher Nolan und Luca Guadagnino zusammen, produziert ihre eigenen Projekte und gilt als Stilikone. Dieser Beitrag versammelt alle wichtigen Zendaya Filme und Serien: ihre Anfänge im Fernsehen, die größten Kinohighlights, Auszeichnungen, die komplette Filmografie in einer Tabelle und Antworten auf die häufigsten Fragen.

    Zendaya Filme und Serien – Cast von Spider-Man Homecoming mit Zendaya und Tom Holland
    Der Cast von „Spider-Man: Homecoming“ (2017) mit Tom Holland, Zendaya und weiteren Darstellern bei der Premiere. Foto: Gage Skidmore / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

    In diesem Artikel

    1. Wer ist Zendaya?
    2. Wie wurde Zendaya berühmt?
    3. Welche Filme mit Zendaya sollte man gesehen haben?
    4. In welchen Serien spielt Zendaya mit?
    5. Was ist der neueste Film von Zendaya?
    6. Welche Auszeichnungen hat Zendaya gewonnen?
    7. Wie geht es für Zendaya weiter?
    8. Zendaya Filme und Serien: Die komplette Filmografie
    9. Häufige Fragen zu Zendaya
    10. Weiterlesen

    Wer ist Zendaya?

    Zendaya Maree Stoermer Coleman wurde am 1. September 1996 in Oakland, Kalifornien, geboren. Ihr Vater Kazembe Ajamu Coleman ist Afroamerikaner, ihre Mutter Claire Stoermer hat deutsche und schottische Wurzeln. Den Künstlernamen Zendaya – unter dem sie heute weltweit bekannt ist – wählte sie schon früh; er geht auf das Shona-Wort „tendai“ zurück, das so viel wie „Dank sagen“ bedeutet.

    Aufgewachsen ist Zendaya in einem theaterbegeisterten Haushalt: Ihre Mutter arbeitete als Hausmeisterin am California Shakespeare Theater in Orinda, wo die junge Zendaya schon als Kind hinter den Kulissen herumlief und später in Produktionen mitspielte. Sie tanzte jahrelang in der Hip-Hop-Gruppe Future Shock Oakland und war als Kindermodel tätig, bevor sie 2010 – mit gerade einmal 14 Jahren – die Hauptrolle der Rocky Blue in der Disney-Channel-Serie Shake It Up übernahm. Was damals kaum jemand ahnte: Aus dem Disney-Star sollte eine der ernsthaftesten und vielseitigsten Schauspielerinnen ihrer Generation werden.

    Neben der Schauspielerei ist Zendaya auch als Sängerin aktiv: 2013 erschien ihr Debütalbum „Zendaya“ mit der Single „Replay“. Und in der Modewelt gilt sie – nicht zuletzt dank der Zusammenarbeit mit ihrem langjährigen Stylisten Law Roach – als eine der bestgekleideten Frauen der Welt. Ihre Auftritte bei der Met Gala oder auf Filmpremieren werden regelmäßig zu den meistkommentierten Mode-Momenten des Jahres.

    Wie wurde Zendaya berühmt?

    Zendayas Weg zum Ruhm begann beim Disney Channel: Von 2010 bis 2013 spielte sie in Shake It Up die Rocky Blue, eine der beiden tanzbegeisterten Hauptfiguren der Serie. Die Show machte sie bei einem jungen Publikum bekannt, doch Zendaya wollte mehr als das Teenie-Image. Mit K.C. Undercover (2015–2018) übernahm sie nicht nur die Hauptrolle, sondern stieg auch als Produzentin ein – ein frühes Zeichen ihres unternehmerischen Denkens.

    Der entscheidende Karriereschritt folgte 2017: Gleich zwei Kinofilme katapultierten sie ins Blockbuster-Geschäft – Spider-Man: Homecoming, in dem sie als MJ an der Seite von Tom Holland debütierte, und das Musical The Greatest Showman mit Hugh Jackman. Doch der eigentliche künstlerische Durchbruch kam 2019 mit der HBO-Serie Euphoria: Als drogenabhängige Teenagerin Rue Bennett lieferte Zendaya eine Darstellung von seltener Intensität ab, die ihr 2020 den Emmy als beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie einbrachte – als jüngste Preisträgerin in dieser Kategorie überhaupt. 2022 gewann sie den Emmy erneut. Spätestens da war klar: Zendaya ist kein ehemaliger Kinderstar, sondern eine der ernstzunehmendsten Schauspielerinnen ihrer Generation.

    Zendaya Filme und Serien – Porträt der Schauspielerin aus dem Jahr 2019
    Zendaya im Jahr 2019, kurz nach ihrem Emmy-Triumph für „Euphoria“. Foto: Toglenn / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

    Welche Filme mit Zendaya sollte man gesehen haben?

    Wer Zendaya nur aus dem Fernsehen kennt, sollte unbedingt ihre Kinofilme nachholen – denn dort zeigt sie eine beeindruckende Bandbreite. Den Anfang macht die Spider-Man-Trilogie mit Tom Holland: In Spider-Man: Homecoming (2017), Far From Home (2019) und No Way Home (2021) spielt sie Michelle „MJ“ Jones, die schlagfertige Mitschülerin und spätere Freundin von Peter Parker. Ihre trockene, ironische Art machte MJ schnell zum Fanliebling – und die Chemie zwischen Zendaya und Holland, die auch privat ein Paar sind, trägt die Filme maßgeblich.

    Ganz anders die Rolle der Chani in Denis Villeneuves Dune (2021) und Dune: Part Two (2024): Als Fremen-Kriegerin verkörpert Zendaya Stärke und Würde in einem der visuell gewaltigsten Science-Fiction-Epen der Filmgeschichte. Während ihre Rolle im ersten Teil noch kleiner ausfiel, gehört sie im zweiten Teil zu den zentralen Figuren – und viele Kritiker wünschten sich sogar noch mehr Chani.

    Abseits der Franchises bewies Zendaya ihr dramatisches Können in Malcolm & Marie (2021), einem in der Pandemie gedrehten Kammerspiel an der Seite von John David Washington, und in Challengers (2024) von Luca Guadagnino: Als Tennisspielerin Tashi Duncan – zugleich Produzentin des Films – lieferte sie eine elektrisierende Leistung ab, die von der Kritik als eine ihrer besten gefeiert wurde. Dazu kommen das Musical The Greatest Showman (2017), in dem sie als Trapezkünstlerin Anne Wheeler auch gesanglich glänzt, sowie Synchronrollen in Animationsfilmen wie Smallfoot (2018). Wer nur drei Filme wählen dürfte: Euphoria ist eine Serie – also Dune: Part Two, Challengers und Spider-Man: No Way Home. Diese drei zeigen eindrucksvoll, wie viele verschiedene Register Zendaya beherrscht.

    In welchen Serien spielt Zendaya mit?

    Das Fernsehen war Zendayas Sprungbrett – und blieb auch nach ihrem Kinoerfolg eine künstlerische Heimat. Alles begann mit Shake It Up (2010–2013), der Disney-Channel-Tanzserie, in der sie als Rocky Blue an der Seite von Bella Thorne zum Teenie-Star wurde. Es folgte K.C. Undercover (2015–2018), wo sie die Agentenschülerin K.C. Cooper spielte und erstmals auch als Produzentin fungierte.

    Doch die Serie, die alles veränderte, ist Euphoria: Seit 2019 verkörpert Zendaya in der HBO-Produktion von Sam Levinson die drogenabhängige Rue Bennett – eine Rolle, die ihr zwei Emmys (2020 und 2022) sowie einen Golden Globe (2023) einbrachte. Die Serie gilt als eines der stilprägendsten TV-Formate der 2020er-Jahre und machte Zendaya endgültig zur ernstzunehmenden Charakterdarstellerin. Die mit Spannung erwartete dritte Staffel wurde für 2026 angekündigt und soll die Figuren mehrere Jahre später zeigen – ein Zeitsprung, der der inzwischen erwachsenen Darstellerin neue Facetten abverlangen wird. Auf der Website der Television Academy sind ihre Auszeichnungen im Detail dokumentiert.

    Zendaya Filme und Serien – Die Schauspielerin bei den Teen Choice Awards 2017
    Zendaya bei den Teen Choice Awards 2017 in Los Angeles. Foto: Bryan Barnes / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

    Was ist der neueste Film von Zendaya?

    Der neueste Kinofilm von Zendaya ist Spider-Man: Brand New Day, der am 31. Juli 2026 in die Kinos kam. Darin kehrt sie als MJ zurück – der vierte Soloauftritt des Wandkrabblers mit Tom Holland, der die Geschichte nach den Ereignissen von No Way Home neu aufstellt. Ebenfalls 2026 war sie in Christopher Nolans The Odyssey zu sehen, der Verfilmung von Homers Epos mit einem Starensemble.

    Davor begeisterte sie 2024 gleich doppelt: als Tashi Duncan in Challengers und als Chani in Dune: Part Two. Beide Filme zählen zu den meistdiskutierten Kinostarts des Jahres 2024 und zeigen Zendaya auf dem Höhepunkt ihres Könnens – einmal als ehrgeizige, manipulative Tennisspielerin, einmal als würdvolle Kriegerin in der Wüste von Arrakis. Dass sie beide Rollen im selben Jahr mit solcher Überzeugungskraft verkörperte, spricht für ihre außergewöhnliche Wandlungsfähigkeit.

    Welche Auszeichnungen hat Zendaya gewonnen?

    Zendayas Trophäenschrank ist für ihr Alter bemerkenswert gut gefüllt: Für Euphoria gewann sie 2020 und 2022 jeweils den Primetime Emmy Award als beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie – 2020 als jüngste Gewinnerin dieser Kategorie aller Zeiten. 2023 folgte der Golden Globe als beste Serien-Hauptdarstellerin im Drama. Hinzu kommen zahlreiche Critics‘ Choice Awards, People’s Choice Awards und Nominierungen für weitere Preise.

    Bemerkenswert ist, dass Zendaya ihre Auszeichnungen fast ausschließlich für eine einzige Rolle – Rue Bennett in Euphoria – erhalten hat, während ihre Filmarbeit bislang weniger preisgekrönt ist. Branchenbeobachter sind sich jedoch einig: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch eine Filmrolle – etwa in einem anspruchsvollen Drama – ihr eine Oscar-Nominierung einbringt. Mit ihren sorgfältig gewählten Projekten und Produzentenrollen steuert sie ihre Karriere jedenfalls gezielt in diese Richtung.

    Zendaya Filme und Serien – Die Schauspielerin bei der Premiere von The Greatest Showman
    Zendaya bei der australischen Premiere von „The Greatest Showman“. Foto: KidsOn7 / Wikimedia Commons, CC BY 3.0

    Wie geht es für Zendaya weiter?

    Die kommenden Projekte von Zendaya versprechen Großes: Dune: Part Three ist für Dezember 2026 angekündigt und wird die Geschichte von Paul Atreides und Chani nach der Romanvorlage „Dune Messiah“ fortsetzen – mit einer noch größeren Rolle für Zendaya, wie Regisseur Denis Villeneuve bereits andeutete. Parallel dazu wird die dritte Staffel von Euphoria erwartet, die die Figuren nach einem Zeitsprung in einer neuen Lebensphase zeigen soll.

    Darüber hinaus entwickelt Zendaya als Produzentin eigene Stoffe weiter – ein Weg, den sie schon bei Malcolm & Marie, Challengers und K.C. Undercover eingeschlagen hat. Sie gehört zu den wenigen jungen Stars, die ihre Karriere nicht dem Zufall überlassen, sondern aktiv gestalten: von der Rollenwahl über die Produktion bis zum öffentlichen Auftritt. Die Liste der Zendaya Filme und Serien wird in den kommenden Jahren also nicht nur länger, sondern voraussichtlich auch immer anspruchsvoller werden.

    Zendaya Filme und Serien: Die komplette Filmografie

    Die folgende Tabelle listet die wichtigsten Filme und Serien mit Zendaya in chronologischer Reihenfolge – von den Disney-Anfängen über Euphoria bis zu den aktuellen Kinohighlights.

    Jahr Titel Rolle Anmerkung
    2010–2013 Shake It Up (TV) Rocky Blue Disney Channel, Durchbruch
    2015–2018 K.C. Undercover (TV) K.C. Cooper Auch Produzentin
    2017 Spider-Man: Homecoming Michelle „MJ“ Jones Kinodebüt als MJ
    2017 The Greatest Showman Anne Wheeler Musicalfilm
    2018 Duck Duck Goose Chi (Stimme) Animationsfilm
    2018 Smallfoot Meechee (Stimme) Animationsfilm
    2019 Spider-Man: Far From Home Michelle „MJ“ Jones –
    seit 2019 Euphoria (TV) Rue Bennett 2 Emmys, 1 Golden Globe
    2021 Malcolm & Marie Marie Auch Produzentin
    2021 Space Jam: A New Legacy Lola Bunny (Stimme) Animationsfilm
    2021 Dune Chani Regie: Denis Villeneuve
    2021 Spider-Man: No Way Home Michelle „MJ“ Jones Blockbuster
    2024 Challengers Tashi Duncan Auch Produzentin
    2024 Dune: Part Two Chani Zentrale Rolle
    2026 Spider-Man: Brand New Day Michelle „MJ“ Jones Kinostart: 31. Juli 2026
    2026 The Odyssey – Regie: Christopher Nolan
    2026 Euphoria Staffel 3 (TV) Rue Bennett Angekündigt
    2026 Dune: Part Three Chani Angekündigt für Dezember 2026

    Häufige Fragen zu Zendaya

    Wie alt ist Zendaya?

    Zendaya wurde am 1. September 1996 in Oakland, Kalifornien, geboren und ist damit 30 Jahre alt (Stand: Oktober 2026). Ihren internationalen Durchbruch feierte sie mit der Serie Euphoria ab 2019.

    In welchen Filmen spielt Zendaya mit Tom Holland?

    Zendaya und Tom Holland spielen gemeinsam in der Spider-Man-Trilogie: Homecoming (2017), Far From Home (2019) und No Way Home (2021) sowie in Spider-Man: Brand New Day (2026). Die beiden sind auch privat ein Paar.

    Für welche Serie gewann Zendaya Emmys?

    Für die HBO-Serie Euphoria: Zendaya gewann 2020 und 2022 jeweils den Primetime Emmy Award als beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie für ihre Rolle als Rue Bennett – 2020 als jüngste Gewinnerin dieser Kategorie aller Zeiten.

    Welche Rolle spielt Zendaya in Dune?

    Zendaya spielt Chani, eine Kriegerin der Fremen und die große Liebe von Paul Atreides (Timothée Chalamet). In Dune (2021) war ihre Rolle noch kleiner, in Dune: Part Two (2024) gehört sie zu den zentralen Figuren. Auch für Dune: Part Three (Dezember 2026) wird sie zurückerwartet.

    Singt Zendaya auch?

    Ja. Zendaya begann ihre Karriere auch als Sängerin: 2013 erschien ihr Debütalbum „Zendaya“ mit der Single „Replay“. In The Greatest Showman (2017) und in Euphoria zeigte sie ebenfalls ihr gesangliches Können.

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  • Margot Robbie Filme und Serien: Alle Highlights von Barbie bis Wuthering Heights im Überblick

    People

    Margot Robbie hat sich vom australischen Seriengesicht zu einer der mächtigsten Frauen Hollywoods entwickelt: Nach dem Durchbruch mit The Wolf of Wall Street (2013) wurde sie für I, Tonya und Bombshell für den Oscar nominiert – und mit Barbie (2023) produzierte sie einen der erfolgreichsten Filme der Kinogeschichte. Zuletzt war sie in Wuthering Heights (2026) zu sehen. Stand: 30. Oktober 2026.

    Geboren am 2. Juli 1990 in Dalby, Queensland, begann Robbie ihre Karriere in der australischen Seifenoper Neighbours, bevor sie nach Hollywood ging und dort innerhalb weniger Jahre zum Weltstar wurde. Mit ihrer Produktionsfirma LuckyChap Entertainment setzt sie gezielt eigene Stoffe um und gilt als eine der einflussreichsten Produzentinnen der Branche. Dieser Beitrag versammelt alle wichtigen Margot Robbie Filme und Serien: ihre Anfänge im Fernsehen, die größten Kinohighlights, Auszeichnungen, die komplette Filmografie in einer Tabelle und Antworten auf die häufigsten Fragen.

    Margot Robbie Filme und Serien – Margot Robbie mit Brad Pitt und Leonardo DiCaprio bei der Hollywood-Premiere 2019
    Margot Robbie (Mitte) mit Brad Pitt und Leonardo DiCaprio bei der Premiere von „Once Upon a Time in Hollywood“ in Hollywood, Juli 2019. Foto: Glenn Francis / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

    In diesem Artikel

    1. Wer ist Margot Robbie?
    2. Wie wurde Margot Robbie berühmt?
    3. Welche Filme mit Margot Robbie sollte man gesehen haben?
    4. In welchen Serien spielt Margot Robbie mit?
    5. Was ist der neueste Film von Margot Robbie?
    6. Welche Auszeichnungen hat Margot Robbie gewonnen?
    7. Wie geht es für Margot Robbie weiter?
    8. Margot Robbie Filme und Serien: Die komplette Filmografie
    9. Häufige Fragen zu Margot Robbie
    10. Weiterlesen

    Wer ist Margot Robbie?

    Margot Elise Robbie wurde am 2. Juli 1990 in Dalby im australischen Bundesstaat Queensland geboren und wuchs mit drei Geschwistern auf einer Farm an der Gold Coast auf. Ihre Mutter Sarie Kessler ist Physiotherapeutin, zum Vater hat Robbie nach eigenen Angaben kaum Kontakt. Schon als Jugendliche war sie ehrgeizig: Mit 16 zog sie nach Melbourne, um Schauspielerin zu werden, und finanzierte sich ihren Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjobs.

    Der Plan ging auf: Nach ersten Rollen in australischen Independentfilmen ergatterte sie 2008 die Rolle der Donna Freedman in der Kult-Seifenoper Neighbours, die sie drei Jahre lang spielte und in Australien bekannt machte. Doch Robbie wollte mehr – 2011 zog sie in die USA, wo sie prompt die Hauptrolle in der ABC-Serie Pan Am übernahm. Als die Serie nach einer Staffel abgesetzt wurde, stand sie vor der für viele Schauspieler typischen Entscheidung: aufgeben oder erst recht angreifen. Robbie griff an – und landete kurz darauf die Rolle, die alles verändern sollte.

    Privat ist Robbie seit 2016 mit dem britischen Produzenten Tom Ackerley verheiratet, den sie 2013 am Set von Suite Française kennenlernte. Gemeinsam gründeten sie die Produktionsfirma LuckyChap Entertainment, mit der Robbie Filme wie I, Tonya, Birds of Prey und Barbie produzierte. Das Paar lebt weitgehend zurückgezogen und meidet die Klatschpresse – ein Kontrast zu Robbies schillernder Leinwandpräsenz.

    Wie wurde Margot Robbie berühmt?

    Der internationale Durchbruch kam 2013 mit The Wolf of Wall Street von Martin Scorsese: Als Naomi Lapaglia, Ehefrau des Börsenbetrügers Jordan Belfort (Leonardo DiCaprio), stahl die damals 23-jährige Australierin in fast jeder gemeinsamen Szene ihrem berühmten Kollegen die Show. Ihre Darstellung – tough, komisch, verletzlich zugleich – machte sie über Nacht zum gefragtesten Nachwuchstalent Hollywoods.

    Robbie nutzte den Schwung klug: Statt sich auf das Image der „blonden Schönheit“ festlegen zu lassen, wählte sie anspruchsvolle, oft unbequeme Rollen. Als Harley Quinn in Suicide Squad (2016) schuf sie eine der ikonischsten Comicfiguren der 2010er-Jahre, als Tonya Harding in I, Tonya (2017) lieferte sie eine Tour-de-Force-Leistung als umstrittene Eiskunstläuferin ab, die ihr die erste Oscar-Nominierung einbrachte. Mit Once Upon a Time in Hollywood (2019) als Sharon Tate und Bombshell (2019) als fiktive Fox-News-Mitarbeiterin – zweite Oscar-Nominierung, diesmal als beste Nebendarstellerin – festigte sie ihren Ruf als ernstzunehmende Charakterdarstellerin. Und mit Barbie (2023) bewies sie schließlich auch als Produzentin und Hauptdarstellerin, dass sie das Zeug zum globalen Phänomen hat: Der Film spielte weltweit über 1,4 Milliarden US-Dollar ein.

    Margot Robbie Filme und Serien – Porträt der Schauspielerin
    Porträt von Margot Robbie. Foto: Gage Skidmore / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

    Welche Filme mit Margot Robbie sollte man gesehen haben?

    Das Œuvre von Margot Robbie ist bemerkenswert vielseitig – hier die wichtigsten Stationen. Den Anfang macht The Wolf of Wall Street (2013), der Film, mit dem alles begann: Ihre Naomi ist längst eine der meistzitierten Figuren des modernen Kinos. Wer Robbies komödiantisches Talent schätzt, kommt an Suicide Squad (2016) und Birds of Prey (2020) nicht vorbei – ihre Harley Quinn ist anarchisch, witzig und überraschend vielschichtig.

    Das dramatische Zentrum ihres Schaffens bilden I, Tonya (2017) und Bombshell (2019): Als Eiskunstläuferin Tonya Harding zeigt Robbie eine Frau zwischen Ehrgeiz und Selbstzerstörung und trägt den Film praktisch im Alleingang; als Kayla Pospisil in Bombshell verkörpert sie eindringlich die Mechanismen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz. Beide Rollen brachten ihr Oscar-Nominierungen ein. In Quentin Tarantinos Once Upon a Time in Hollywood (2019) spielte sie Sharon Tate mit einer Leichtigkeit und Lebensfreude, die dem Film sein emotionales Zentrum gibt.

    Der kommerzielle Höhepunkt ist zweifellos Barbie (2023) von Greta Gerwig: Als Barbie – und als Produzentin über LuckyChap – schuf Robbie einen Film, der als popkulturelles Ereignis in die Geschichte einging und weltweit über 1,4 Milliarden US-Dollar einspielte. Dass sie für ihre Schauspielleistung keine Oscar-Nominierung erhielt, sorgte für heftige Diskussionen; der Film selbst war für acht Oscars nominiert. Ebenfalls sehenswert: Babylon (2022) von Damien Chazelle, in dem sie als aufstrebender Stummfilmstar Nellie LaRoy eine Performance von manischer Energie abliefert, sowie Asteroid City (2023) von Wes Anderson. Ihre IMDb-Filmografie dokumentiert eine der konsequentesten Karrieren des zeitgenössischen Hollywoodkinos.

    In welchen Serien spielt Margot Robbie mit?

    Margot Robbies Karriere begann im Fernsehen – und dort legte sie das Fundament für alles, was folgte. Von 2008 bis 2011 spielte sie in der australischen Seifenoper Neighbours die Donna Freedman und wurde damit in ihrer Heimat zum Star. Die Serie, die auch Karrieren wie die von Kylie Minogue oder Russell Crowe begründete, war für Robbie die Schauspielschule: Hunderte Folgen, hohes Tempo, tägliche Dreharbeiten.

    2011 wagte sie den Sprung in die USA und übernahm die Hauptrolle der Stewardess Laura Cameron in der ABC-Serie Pan Am (2011–2012). Obwohl die aufwendig produzierte Serie nach nur einer Staffel abgesetzt wurde, machte sie Robbie in Hollywood bekannt – und öffnete ihr die Tür zum Kino. Seit ihrem Durchbruch mit The Wolf of Wall Street hat sich Robbie ganz auf Kinofilme und ihre Produzententätigkeit konzentriert; eine Rückkehr ins serielle Erzählen hat sie nie ausgeschlossen, bislang aber nicht realisiert. Für Fans früher Serienrollen bleiben Neighbours und Pan Am die beiden Adressen.

    Margot Robbie Filme und Serien – Die Schauspielerin auf dem Pink Carpet der Barbie-Premiere in Sydney
    Margot Robbie auf dem Pink Carpet der „Barbie“-Premiere in Sydney, Juli 2023. Foto: Eva Rinaldi / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

    Was ist der neueste Film von Margot Robbie?

    Der neueste Kinofilm von Margot Robbie ist Wuthering Heights, die Verfilmung von Emily Brontës „Sturmhöhe“ durch Emerald Fennell (Promising Young Woman, Saltburn), die am 13. Februar 2026 in die Kinos kam. Robbie spielt Catherine Earnshaw an der Seite von Jacob Elordi als Heathcliff – eine leidenschaftliche, düstere Liebesgeschichte, für die Fennells unverwechselbare Handschrift wie geschaffen scheint.

    Davor war Robbie 2023 in gleich zwei vielbeachteten Filmen zu sehen: als Barbie in Greta Gerwigs Welterfolg und in Wes Andersons Asteroid City. Als Produzentin zeichnete ihre Firma LuckyChap unter anderem für Saltburn (2023) verantwortlich. Nach Wuthering Heights darf man gespannt sein, welche Stoffe Robbie als Nächstes auswählt – ihre Trefferquote bei der Projektauswahl gilt in der Branche als außergewöhnlich hoch.

    Welche Auszeichnungen hat Margot Robbie gewonnen?

    Margot Robbie wurde zweimal für den Oscar nominiert: 2018 als beste Hauptdarstellerin für I, Tonya und 2020 als beste Nebendarstellerin für Bombshell. Hinzu kommen BAFTA-Nominierungen, Golden-Globe-Nominierungen und zahlreiche Kritikerpreise. Als Produzentin war sie mit Barbie für den Oscar als bester Film nominiert – der Film erhielt insgesamt acht Nominierungen.

    Die ausbleibende Schauspiel-Nominierung für Barbie sorgte 2024 für eine der größten Kontroversen der Award-Saison: Viele Beobachter hielten Robbies Leistung für preiswürdig und werteten die Nichtberücksichtigung als symptomatisch für die Geringschätzung von Komödien und Blockbustern durch die Academy. Robbie selbst reagierte gelassen und verwies auf den Erfolg des Films. Unabhängig von Trophäen gilt sie längst als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten Hollywoods – das Branchenblatt Variety führt sie regelmäßig in seinen Rankings der mächtigsten Frauen der Unterhaltungsindustrie.

    Margot Robbie Filme und Serien – Die Schauspielerin bei der Babylon-Premiere in Sydney
    Margot Robbie bei der Premiere von „Babylon“ in Sydney. Foto: Eva Rinaldi / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

    Wie geht es für Margot Robbie weiter?

    Nach Wuthering Heights blickt Margot Robbie auf ein prall gefülltes Produzenten-Portfolio: Ihre Firma LuckyChap Entertainment entwickelt kontinuierlich neue Stoffe – von Literaturverfilmungen bis zu Originaldrehbüchern – und hat sich als eine der verlässlichsten Adressen für anspruchsvolles, publikumswirksames Kino etabliert. Als Schauspielerin wählt Robbie ihre Rollen weiterhin mit Bedacht aus; Gerüchte über neue Projekte kursieren ständig, bestätigt wird nur, was spruchreif ist.

    Was Robbie besonders auszeichnet, ist ihre Doppelrolle als Künstlerin und Unternehmerin: Sie denkt Filme nicht nur als Darstellerin, sondern als Produzentin von Anfang bis Ende mit – von der Stoffentwicklung über die Besetzung bis zur Vermarktung. Diese Haltung hat ihr in einer Branche, in der Frauen hinter der Kamera noch immer unterrepräsentiert sind, eine Ausnahmestellung verschafft. Die Liste der Margot Robbie Filme und Serien wird also in doppelter Hinsicht weiterwachsen: vor und hinter der Kamera.

    Margot Robbie Filme und Serien: Die komplette Filmografie

    Die folgende Tabelle listet die wichtigsten Filme und Serien mit Margot Robbie in chronologischer Reihenfolge – von Neighbours über Barbie bis zu Wuthering Heights.

    Jahr Titel Rolle Anmerkung
    2008–2011 Neighbours (TV) Donna Freedman Australische Seifenoper
    2011–2012 Pan Am (TV) Laura Cameron Eine Staffel
    2013 The Wolf of Wall Street Naomi Lapaglia Internationaler Durchbruch
    2015 Focus Jess Barrett –
    2015 Suite Française Celine –
    2016 The Legend of Tarzan Jane Porter –
    2016 Suicide Squad Harley Quinn Ikonische Comicrolle
    2017 Goodbye Christopher Robin Daphne Milne –
    2017 I, Tonya Tonya Harding Oscar-Nominierung 2018, auch Produzentin
    2018 Mary Queen of Scots Königin Elizabeth I. –
    2019 Once Upon a Time in Hollywood Sharon Tate Regie: Quentin Tarantino
    2019 Bombshell Kayla Pospisil Oscar-Nominierung 2020 (Nebendarstellerin)
    2020 Birds of Prey Harley Quinn Auch Produzentin
    2021 Peter Rabbit 2 Flopsy (Stimme) Animationsfilm
    2021 The Suicide Squad Harley Quinn Regie: James Gunn
    2022 Babylon Nellie LaRoy Regie: Damien Chazelle
    2022 Amsterdam Valerie Voze –
    2023 Barbie Barbie Welterfolg, auch Produzentin
    2023 Asteroid City – Regie: Wes Anderson
    2026 Wuthering Heights Catherine Earnshaw Kinostart: 13. Februar 2026

    Häufige Fragen zu Margot Robbie

    Wie alt ist Margot Robbie?

    Margot Robbie wurde am 2. Juli 1990 in Dalby, Australien, geboren und ist damit 36 Jahre alt (Stand: Oktober 2026). Ihren internationalen Durchbruch feierte sie 2013 mit The Wolf of Wall Street.

    In welchen Filmen spielt Margot Robbie mit Leonardo DiCaprio?

    In zwei Filmen: The Wolf of Wall Street (2013), mit dem beide ihren gemeinsamen Durchbruch – Robbie als Newcomerin, DiCaprio als etablierter Star – erlebten, und Once Upon a Time in Hollywood (2019) von Quentin Tarantino, in dem Robbie Sharon Tate spielt.

    Für welche Filme war Margot Robbie für den Oscar nominiert?

    Für I, Tonya (Nominierung 2018 als beste Hauptdarstellerin) und für Bombshell (Nominierung 2020 als beste Nebendarstellerin). Für Barbie erhielt sie als Produzentin eine Nominierung als bester Film; ihre Schauspielleistung wurde kontrovers diskutiert, aber nicht nominiert.

    Welche Produktionsfirma hat Margot Robbie gegründet?

    2014 gründete Margot Robbie gemeinsam mit ihrem Ehemann Tom Ackerley sowie Josey McNamara und Sophia Kerr die Produktionsfirma LuckyChap Entertainment. Die Firma produzierte unter anderem I, Tonya, Birds of Prey, Barbie und Saltburn.

    Was ist der neueste Film von Margot Robbie?

    Der neueste Kinofilm von Margot Robbie ist Wuthering Heights (Kinostart: 13. Februar 2026) von Emerald Fennell, in dem sie an der Seite von Jacob Elordi die Catherine Earnshaw spielt.

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  • Tom Holland Filme und Serien: Alle Highlights von Spider-Man bis The Odyssey im Überblick

    People

    Tom Holland ist der jüngste Spider-Man der Filmgeschichte – und längst mehr als das: Vom Musical-Bühnenkind über den gefeierten Kinostart in The Impossible (2012) zum Herz des Marvel Cinematic Universe, von anspruchsvollen Dramen wie The Devil All the Time bis zum Epos The Odyssey (2026). Stand: 30. Oktober 2026.

    Geboren am 1. Juni 1996 in London, stand Holland bereits als Zwölfjähriger im West-End-Musical Billy Elliot auf der Bühne, bevor er mit 20 Jahren die ikonischste Spinnenmaske Hollywoods übernahm. Dieser Beitrag versammelt alle wichtigen Tom Holland Filme und Serien: seine Anfänge auf der Bühne und vor der Kamera, die Spider-Man-Ära, die größten Rollen abseits des MCU, Auszeichnungen, die komplette Filmografie in einer Tabelle und Antworten auf die häufigsten Fragen.

    Tom Holland Filme und Serien – Der Schauspieler im Porträt
    Tom Holland. Foto: Gage Skidmore / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

    In diesem Artikel

    1. Wer ist Tom Holland?
    2. Wie wurde Tom Holland berühmt?
    3. Welche Filme mit Tom Holland sollte man gesehen haben?
    4. In welchen Serien spielt Tom Holland mit?
    5. Was ist der neueste Film von Tom Holland?
    6. Welche Auszeichnungen hat Tom Holland gewonnen?
    7. Wie geht es für Tom Holland weiter?
    8. Tom Holland Filme und Serien: Die komplette Filmografie
    9. Häufige Fragen zu Tom Holland
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    Wer ist Tom Holland?

    Thomas Stanley Holland wurde am 1. Juni 1996 in Kingston upon Thames, London, geboren. Sein Vater Dominic Holland ist Komiker und Autor, seine Mutter Nicola Fotografin – künstlerisches Blut liegt in der Familie. Als Kind besuchte Holland eine Tanzschule, wo er bei einer Hip-Hop-Vorstellung von einem Choreografen entdeckt wurde, der ihn für das Musical Billy Elliot empfahl. Nach zwei Jahren Training debütierte er 2008 im Londoner West End in der Titelrolle – und spielte sie zwei Jahre lang.

    Der Wechsel zum Film gelang nahtlos: Regisseur Juan Antonio Bayona besetzte ihn 2012 in The Impossible als Lucas Bennett, den ältesten Sohn einer Familie, die den Tsunami von 2004 überlebt. Hollands Darstellung an der Seite von Naomi Watts und Ewan McGregor wurde von der Kritik gefeiert und brachte ihm erste Preisnominierungen ein – er war gerade 16. Es folgten Rollen in How I Live Now (2013), In the Heart of the Sea (2015) an der Seite von Chris Hemsworth und in der BBC-Serie Wolf Hall (2015). Doch der ganz große Wurf stand noch bevor.

    Privat ist Holland seit 2021 mit seiner Spider-Man-Kollegin Zendaya liiert – eine der meistbeachteten Beziehungen Hollywoods, die das Paar weitgehend aus der Öffentlichkeit heraushält. Gemeinsam mit seinem Bruder Harry gründete er die Produktionsfirma Billy17, mit der er eigene Projekte entwickeln will.

    Wie wurde Tom Holland berühmt?

    Weltberühmt wurde Tom Holland 2016 als Peter Parker alias Spider-Man in Captain America: Civil War: Sein Auftritt – jung, witzig, mit authentisch jugendlicher Energie – stahl dem versammelten Marvel-Ensemble die Show und machte ihn über Nacht zum Fanliebling. Marvel hatte lange nach dem richtigen Nachfolger für die Spinnenmaske gesucht; Holland, damals 19, überzeugte in einem weltweiten Casting.

    Was folgte, war eine der erfolgreichsten Kino-Karrieren der Gegenwart: Spider-Man: Homecoming (2017), Avengers: Infinity War (2018), Avengers: Endgame (2019), Spider-Man: Far From Home (2019) und Spider-Man: No Way Home (2021) – letzterer spielte weltweit fast 1,9 Milliarden US-Dollar ein und wurde zu einem der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Holland gelang dabei das Kunststück, Peter Parker gleichzeitig als verletzlichen Teenager und als glaubwürdigen Helden zu spielen. Parallel dazu baute er bewusst ein zweites Standbein abseits des MCU auf: mit Dramen wie The Devil All the Time (2020), Cherry (2021) und der Apple-TV+-Miniserie The Crowded Room (2023).

    Tom Holland Filme und Serien – Porträt des Schauspielers
    Porträt von Tom Holland. Foto: Gage Skidmore / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

    Welche Filme mit Tom Holland sollte man gesehen haben?

    Die Tom Holland Filme und Serien lassen sich in drei Phasen einteilen. Den Anfang macht The Impossible (2012): Wer sehen will, was Holland schon als Teenager konnte, kommt an diesem Tsunami-Drama nicht vorbei – seine Leistung wurde vielfach als eine der besten Kinderdarstellungen des Jahrzehnts gewürdigt. Die zweite Phase ist die Spider-Man-Ära: Spider-Man: Homecoming (2017) etablierte seinen Peter Parker als charmanten Highschool-Schüler, Avengers: Endgame (2019) gab ihm einen der emotionalsten Momente des gesamten MCU, und Spider-Man: No Way Home (2021) vereinte drei Generationen von Spider-Man-Darstellern zu einem Kinoereignis.

    Die dritte Phase zeigt Holland als Charakterdarsteller: In The Devil All the Time (2020) spielt er einen jungen Mann im moralisch verkommenen Mittleren Westen der Nachkriegszeit – düster, intensiv, weit weg von jeder Spinnenmaske. In Cherry (2021) der Russo-Brüder verkörpert er einen kriegstraumatisierten Soldaten, der in die Drogensucht abrutscht. Und mit Uncharted (2022) als Abenteurer Nathan Drake bewies er, dass er auch außerhalb des MCU ein Blockbuster-Publikum tragen kann. Seine Filmografie auf Rotten Tomatoes dokumentiert eine bemerkenswert konsequente Karriere zwischen Mainstream und Anspruch.

    In welchen Serien spielt Tom Holland mit?

    Serien spielen in Hollands Karriere eine Nebenrolle – mit einer großen Ausnahme: der Apple-TV+-Miniserie The Crowded Room (2023), in der er Danny Sullivan spielt, einen jungen Mann mit dissoziativer Identitätsstörung, der in ein Verbrechen verwickelt wird. Holland lieferte eine der intensivsten Leistungen seiner Karriere ab und fungierte zugleich als ausführender Produzent. Die Dreharbeiten waren nach seinen eigenen Worten so fordernd, dass er danach eine einjährige Schauspielpause einlegte.

    Davor war Holland 2015 in der BBC-Serie Wolf Hall als Gregory Cromwell zu sehen, in der preisgekrönten Verfilmung von Hilary Mantels Tudor-Romanen. Seit seinem MCU-Durchbruch konzentriert er sich fast ausschließlich auf Kinofilme – doch nach The Crowded Room hat er eine Rückkehr ins serielle Erzählen nicht ausgeschlossen. Für Fans früher TV-Rollen bleibt Wolf Hall die Adresse.

    Tom Holland Filme und Serien – Der Schauspieler bei einem öffentlichen Auftritt
    Tom Holland bei einem öffentlichen Auftritt. Foto: Gage Skidmore / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

    Was ist der neueste Film von Tom Holland?

    2026 war für Tom Holland ein Jahr der Superlative: Im Juli kam Christopher Nolans Epos The Odyssey in die Kinos, in dem Holland den Telemachos spielt – die Verfilmung von Homers „Odyssee“ mit Matt Damon in der Hauptrolle gilt als eines der ambitioniertesten Filmprojekte des Jahrzehnts. Kurz darauf, am 31. Juli 2026, folgte Spider-Man: Brand New Day, der vierte Solo-Auftritt Hollands als Peter Parker und der Auftakt einer neuen Trilogie.

    Beide Filme zeigen die zwei Seiten von Hollands Starpower: den Ensemble-Spieler in einem Regie-Epos und den tragenden Blockbuster-Helden. Angekündigt ist zudem Avengers: Doomsday für Dezember 2026, in dem Holland als Spider-Man zum MCU-Ensemble zurückkehren soll. Der Status des Projekts sollte vor dem Kinobesuch jeweils aktuell geprüft werden.

    Welche Auszeichnungen hat Tom Holland gewonnen?

    Tom Holland gewann 2017 den BAFTA Rising Star Award – den Publikumspreis der British Academy für den besten Nachwuchsstar – und setzte sich dabei gegen namhafte Konkurrenz durch. Hinzu kommen mehrere Saturn Awards, Teen Choice Awards und Kids‘ Choice Awards für seine Spider-Man-Darstellung sowie Kritikerpreise für The Impossible gleich zu Beginn seiner Karriere.

    Bemerkenswert ist, dass Holland trotz seines kommerziellen Erfolgs in der Branche auch als ernstzunehmender Darsteller gilt: Seine Leistungen in The Devil All the Time und The Crowded Room wurden von der Kritik ausdrücklich gelobt. Eine Oscar-Nominierung steht noch aus – doch mit Projekten wie The Odyssey an der Seite von Christopher Nolan rückt auch die große Award-Bühne in greifbare Nähe.

    Tom Holland Filme und Serien – Tom Holland mit dem Cast von Spider-Man: Homecoming
    Tom Holland mit dem Cast von „Spider-Man: Homecoming“. Foto: Gage Skidmore / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

    Wie geht es für Tom Holland weiter?

    Nach dem Doppelstart von The Odyssey und Spider-Man: Brand New Day im Sommer 2026 steht mit Avengers: Doomsday (angekündigt für Dezember 2026) bereits das nächste MCU-Großereignis an. Parallel dazu entwickelt Holland über seine Produktionsfirma Billy17 eigene Stoffe – erklärtes Ziel ist es, auch hinter der Kamera Fuß zu fassen und Projekte zu realisieren, die er als Schauspieler allein nicht stemmen könnte.

    Holland hat wiederholt betont, dass er die Spider-Man-Rolle nur so lange spielen will, wie er der Figur gerecht werden kann – und dass er sich eine Zukunft als Regisseur vorstellen kann. Ob als Peter Parker, als Produzent oder eines Tages als Regisseur: Die Liste der Tom Holland Filme und Serien wird weiterwachsen, und das Publikum darf gespannt sein, welche Richtung der ehemalige Billy Elliot als Nächstes einschlägt.

    Tom Holland Filme und Serien: Die komplette Filmografie

    Die folgende Tabelle listet die wichtigsten Filme und Serien mit Tom Holland in chronologischer Reihenfolge – von The Impossible über die Spider-Man-Ära bis zu The Odyssey.

    Jahr Titel Rolle Anmerkung
    2012 The Impossible Lucas Bennett Kinodebüt
    2013 How I Live Now Isaac –
    2015 In the Heart of the Sea Thomas Nickerson (jung) –
    2015 Wolf Hall (TV) Gregory Cromwell BBC-Serie
    2016 Captain America: Civil War Peter Parker / Spider-Man MCU-Debüt
    2016 The Lost City of Z Jack Fawcett –
    2017 Spider-Man: Homecoming Peter Parker / Spider-Man –
    2017 Pilgrimage Bruder Diarmuid –
    2018 Avengers: Infinity War Peter Parker / Spider-Man –
    2019 Avengers: Endgame Peter Parker / Spider-Man –
    2019 Spider-Man: Far From Home Peter Parker / Spider-Man –
    2019 The Current War Samuel Insull –
    2019 Spies in Disguise Walter Beckett (Stimme) Animationsfilm
    2020 Dolittle Jip (Stimme) –
    2020 Onward Ian Lightfoot (Stimme) Animationsfilm
    2020 The Devil All the Time Arvin Russell Netflix-Film
    2021 Cherry Nico Walker –
    2021 Chaos Walking Todd Hewitt –
    2021 Spider-Man: No Way Home Peter Parker / Spider-Man Weltweiter Milliarden-Erfolg
    2022 Uncharted Nathan Drake –
    2023 The Crowded Room (TV) Danny Sullivan Apple TV+, Miniserie
    2026 The Odyssey Telemachos Regie: Christopher Nolan
    2026 Spider-Man: Brand New Day Peter Parker / Spider-Man Kinostart: 31. Juli 2026
    2026 Avengers: Doomsday Peter Parker / Spider-Man Angekündigt für Dezember 2026

    Häufige Fragen zu Tom Holland

    Wie alt ist Tom Holland?

    Tom Holland wurde am 1. Juni 1996 in London geboren und ist damit 30 Jahre alt (Stand: Oktober 2026). Seinen internationalen Durchbruch feierte er 2012 mit The Impossible, weltberühmt wurde er 2016 als Spider-Man.

    In welchen Spider-Man-Filmen spielt Tom Holland mit?

    In Captain America: Civil War (2016), Spider-Man: Homecoming (2017), Avengers: Infinity War (2018), Avengers: Endgame (2019), Spider-Man: Far From Home (2019), Spider-Man: No Way Home (2021) und Spider-Man: Brand New Day (2026). Für Dezember 2026 ist zudem Avengers: Doomsday angekündigt.

    Was war der erste Film von Tom Holland?

    Sein Kinodebüt gab Tom Holland 2012 in The Impossible als Lucas Bennett. Zuvor stand er von 2008 bis 2010 im Londoner West End als Billy Elliot auf der Bühne.

    In welcher Serie hat Tom Holland mitgespielt?

    Seine bekannteste Serienrolle ist Danny Sullivan in der Apple-TV+-Miniserie The Crowded Room (2023), bei der er auch als ausführender Produzent tätig war. Zuvor spielte er 2015 in der BBC-Serie Wolf Hall den Gregory Cromwell.

    Was ist der neueste Film von Tom Holland?

    2026 erschienen gleich zwei Filme mit Tom Holland: Christopher Nolans Epos The Odyssey (als Telemachos) und Spider-Man: Brand New Day (Kinostart: 31. Juli 2026) – sein vierter Solo-Auftritt als Peter Parker.

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  • Leonardo DiCaprio Filme und Serien: Alle Highlights, Oscars und Klassiker im Überblick

    People

    Leonardo DiCaprio gehört seit über drei Jahrzehnten zu den größten Filmstars der Welt: Vom Teenie-Idol in Titanic (1997) zum Oscar-Preisträger für The Revenant (2016) – und mit One Battle After Another (2026) erneut im Kino. Stand: 30. Oktober 2026.

    Geboren am 11. November 1974 in Los Angeles, begann DiCaprio seine Karriere im Fernsehen, bevor er in den 1990er-Jahren zu Hollywoods gefragtestem Jungstar aufstieg. Anders als viele Kollegen nutzte er seinen Ruhm für anspruchsvolle Projekte mit den größten Regisseuren der Gegenwart – von Martin Scorsese über Christopher Nolan bis Quentin Tarantino. Dieser Beitrag versammelt alle wichtigen Leonardo DiCaprio Filme und Serien: seine Anfänge, die größten Klassiker, die Oscar-Geschichte, sein Engagement für den Klimaschutz, die komplette Filmografie in einer Tabelle und Antworten auf die häufigsten Fragen.

    Leonardo DiCaprio Filme und Serien – Der Schauspieler bei der Berlinale 2010
    Leonardo DiCaprio bei der Berlinale 2010 zur Premiere von „Shutter Island“. Foto: Siebbi / Wikimedia Commons, CC BY 3.0

    In diesem Artikel

    1. Wer ist Leonardo DiCaprio?
    2. Wie wurde Leonardo DiCaprio berühmt?
    3. Welche Filme mit Leonardo DiCaprio sollte man gesehen haben?
    4. In welchen Serien spielt Leonardo DiCaprio mit?
    5. Was ist der neueste Film von Leonardo DiCaprio?
    6. Wie viele Oscars hat Leonardo DiCaprio gewonnen?
    7. Was macht Leonardo DiCaprio heute?
    8. Leonardo DiCaprio Filme und Serien: Die komplette Filmografie
    9. Häufige Fragen zu Leonardo DiCaprio
    10. Weiterlesen

    Wer ist Leonardo DiCaprio?

    Leonardo Wilhelm DiCaprio wurde am 11. November 1974 in Los Angeles als Sohn des Comicverlegers George DiCaprio und der aus Deutschland stammenden Irmelin Indenbirken geboren. Seine Großmutter mütterlicherseits war die Deutsche Helene Indenbirken – DiCaprio spricht etwas Deutsch und besucht regelmäßig Verwandte in Deutschland. Der Vorname Leonardo geht auf eine Anekdote zurück: Seine schwangere Mutter soll vor einem Leonardo-da-Vinci-Gemälde in Florenz den ersten Tritt des Kindes gespürt haben.

    DiCaprio begann als Kinderdarsteller in Werbespots und Fernsehserien, sein Kinodebüt gab er 1991 in der Horror-Fortsetzung Critters 3. Der künstlerische Durchbruch kam 1993: In This Boy’s Life hielt er an der Seite von Robert De Niro stand, und für What’s Eating Gilbert Grape erhielt er mit gerade 19 Jahren seine erste Oscar-Nominierung – als bester Nebendarsteller für die Rolle des geistig behinderten Arnie. Kritiker waren sich einig: Hier war ein Ausnahmetalent am Werk.

    Neben der Schauspielerei ist DiCaprio einer der prominentesten Klimaaktivisten der Welt: 1998 gründete er die Leonardo DiCaprio Foundation, 2014 ernannten ihn die Vereinten Nationen zum UN-Friedensbotschafter für den Klimaschutz. Seine Dokumentation Before the Flood (2016) machte den Klimawandel einem Millionenpublikum zugänglich.

    Wie wurde Leonardo DiCaprio berühmt?

    Zum Weltstar wurde Leonardo DiCaprio 1997 mit Titanic von James Cameron: Als Jack Dawson an der Seite von Kate Winslet wurde er zum Idol einer ganzen Generation – der Film spielte weltweit über 2,2 Milliarden US-Dollar ein und war lange der erfolgreichste Film aller Zeiten. Die „Leo-Mania“ der späten 1990er-Jahre war ein popkulturelles Phänomen, das DiCaprio selbst zunächst als Belastung empfand.

    Statt den leichten Weg des Teenie-Idols zu gehen, traf DiCaprio danach eine der klügsten Karriereentscheidungen Hollywoods: Er arbeitete gezielt mit den größten Regisseuren zusammen. Mit Martin Scorsese drehte er sechs Filme – von Gangs of New York (2002) über The Aviator (2004), The Departed (2006), Shutter Island (2010) und The Wolf of Wall Street (2013) bis Killers of the Flower Moon (2023). Dazu kamen Zusammenarbeiten mit Steven Spielberg (Catch Me If You Can), Christopher Nolan (Inception), Quentin Tarantino (Django Unchained, Once Upon a Time in Hollywood) und Alejandro G. Iñárritu (The Revenant) – eine Regie-Liste, die in Hollywood ihresgleichen sucht.

    Leonardo DiCaprio Filme und Serien – Porträt des Schauspielers
    Porträt von Leonardo DiCaprio (2014). Foto: Christopher William Adach / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

    Welche Filme mit Leonardo DiCaprio sollte man gesehen haben?

    Die Liste der Leonardo DiCaprio Filme und Serien liest sich wie eine Geschichte des modernen Hollywoodkinos. Unverzichtbar sind die Klassiker: Titanic (1997), das Liebesdrama, das ihn unsterblich machte; Catch Me If You Can (2002), in dem er als Hochstapler Frank Abagnale jr. eine seiner charmantesten Leistungen zeigt; und The Aviator (2004) als exzentrischer Luftfahrtpionier Howard Hughes.

    Die Zusammenarbeit mit Christopher Nolan brachte Inception (2010) hervor – einen der intelligentesten Blockbuster des 21. Jahrhunderts. Als skrupelloser Plantagenbesitzer Calvin Candie in Django Unchained (2012) zeigte DiCaprio eine beängstigende Boshaftigkeit, als Jordan Belfort in The Wolf of Wall Street (2013) eine manische Energie, die den Film zum Kult machte. Der Karrierehöhepunkt folgte 2016: Für seine physisch extreme Leistung als Trapper Hugh Glass in The Revenant (2015) erhielt er endlich den Oscar als bester Hauptdarsteller – nach vier vergeblichen Nominierungen.

    Auch die jüngeren Filme sind sehenswert: Once Upon a Time in Hollywood (2019) als alternder Western-Star Rick Dalton, Don’t Look Up (2021) als verzweifelter Astronom in Adam McKays Klimasatire und Killers of the Flower Moon (2023) als Ernest Burkhart im Osage-Morddrama von Scorsese. Die offizielle Academy-Datenbank dokumentiert seine sechs Oscar-Nominierungen und den Triumph von 2016.

    In welchen Serien spielt Leonardo DiCaprio mit?

    Die ehrliche Antwort: Leonardo DiCaprio ist fast ausschließlich Filmschauspieler. Seine wenigen Fernsehauftritte stammen aus der Zeit vor dem Durchbruch: 1990 war er in der Seifenoper Santa Barbara und in der Serie Parenthood zu sehen, von 1991 bis 1992 spielte er in der Sitcom Growing Pains (deutsch: „Unser lautes Heim“) den obdachlosen Jugendlichen Luke Brower.

    Seit Titanic hat DiCaprio keine Serienrolle mehr übernommen – auch nicht in der Ära des „Peak TV“, in der viele Kinostars zum Fernsehen wechselten. Er produzierte zwar Serienformate über seine Firma Appian Way, etwa die Dokumentarserie Before the Flood-Nachfolgeprojekte, vor der Kamera blieb er jedoch dem Kino treu. Für Fans früher TV-Rollen sind Growing Pains und Santa Barbara die Adressen.

    Leonardo DiCaprio Filme und Serien – Der Schauspieler bei der Revenant-Premiere in Paris
    Leonardo DiCaprio bei der Premiere von „The Revenant“ in Paris, Januar 2016. Foto: Georges Biard / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

    Was ist der neueste Film von Leonardo DiCaprio?

    Der neueste Kinofilm von Leonardo DiCaprio ist One Battle After Another (2026) von Paul Thomas Anderson – die erste Zusammenarbeit der beiden Ausnahmeregisseure-Darsteller-Paare, auf die Cineasten jahrelang gewartet hatten. DiCaprio spielt darin einen ausgebrannten Ex-Revolutionär, der seine Tochter aus den Händen alter Feinde befreien muss.

    Davor war DiCaprio 2023 in Killers of the Flower Moon von Martin Scorsese als Ernest Burkhart zu sehen – eine düstere, vielschichtige Leistung in einem der wichtigsten Filme des Jahrzehnts über die Morde an den Osage in den 1920er-Jahren. Weitere Projekte sind in verschiedenen Entwicklungsstadien; bestätigt wird von DiCaprios Team traditionell nur, was spruchreif ist.

    Wie viele Oscars hat Leonardo DiCaprio gewonnen?

    Leonardo DiCaprio hat einen Oscar gewonnen: 2016 als bester Hauptdarsteller für The Revenant. Die Verleihung war ein popkulturelles Ereignis – nach vier vergeblichen Nominierungen (für What’s Eating Gilbert Grape, The Aviator, Blood Diamond und The Wolf of Wall Street) galt sein Triumph als überfällig, und der Jubel im Saal war entsprechend groß. In seiner Dankesrede nutzte DiCaprio die Bühne für einen Appell zum Klimaschutz.

    Insgesamt war DiCaprio sechsmal für den Oscar nominiert; die sechste Nominierung folgte 2020 als bester Hauptdarsteller für Once Upon a Time in Hollywood. Dazu kommen drei Golden Globes (für The Aviator, The Wolf of Wall Street und The Revenant), ein BAFTA und zahlreiche weitere Auszeichnungen. Die jahrelange „Oscar-Debatte“ um DiCaprio gehört zu den legendärsten Award-Narrativen Hollywoods – mit Happy End.

    Leonardo DiCaprio Filme und Serien – DiCaprio mit Brad Pitt und Margot Robbie bei der Hollywood-Premiere 2019
    Leonardo DiCaprio (rechts) mit Brad Pitt und Margot Robbie bei der Premiere von „Once Upon a Time in Hollywood“ in Hollywood, Juli 2019. Foto: Glenn Francis / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

    Was macht Leonardo DiCaprio heute?

    Neben der Schauspielerei widmet sich DiCaprio intensiv dem Umwelt- und Klimaschutz: Seine Stiftung fördert weltweit Projekte zum Artenschutz, zum Schutz der Ozeane und gegen den Klimawandel, und DiCaprio nutzt seine Reichweite regelmäßig für entsprechende Kampagnen. 2014 ernannten ihn die Vereinten Nationen zum Friedensbotschafter für Klimaschutz, 2016 sprach er beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

    Als Produzent entwickelt er über Appian Way Productions Stoffe mit gesellschaftlicher Relevanz – darunter Dokumentationen zum Klimawandel und zur Artenvielfalt. Privat hält DiCaprio sein Leben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus; bekannt ist seine Leidenschaft für Kunst – er gilt als einer der wichtigsten Sammler zeitgenössischer Kunst in Hollywood. Die Liste der Leonardo DiCaprio Filme und Serien wird also auch künftig vor allem eines versprechen: Kino mit Anspruch.

    Leonardo DiCaprio Filme und Serien: Die komplette Filmografie

    Die folgende Tabelle listet die wichtigsten Filme und Serien mit Leonardo DiCaprio in chronologischer Reihenfolge – von Critters 3 über Titanic bis zu One Battle After Another.

    Jahr Titel Rolle Anmerkung
    1990 Santa Barbara (TV) Mason Capwell (jung) Seifenoper
    1991–1992 Growing Pains (TV) Luke Brower Sitcom
    1991 Critters 3 Josh Kinodebüt
    1993 This Boy’s Life Tobias Wolff An der Seite von Robert De Niro
    1993 What’s Eating Gilbert Grape Arnie Grape Erste Oscar-Nominierung
    1995 The Basketball Diaries Jim Carroll –
    1996 Romeo + Juliet Romeo Regie: Baz Luhrmann
    1997 Titanic Jack Dawson Weltweiter Durchbruch
    2000 The Beach Richard –
    2002 Gangs of New York Amsterdam Vallon Erste Zusammenarbeit mit Scorsese
    2002 Catch Me If You Can Frank Abagnale jr. Regie: Steven Spielberg
    2004 The Aviator Howard Hughes Oscar-Nominierung, Golden Globe
    2006 The Departed Billy Costigan Oscar: Bester Film
    2006 Blood Diamond Danny Archer Oscar-Nominierung
    2010 Shutter Island Teddy Daniels Regie: Martin Scorsese
    2010 Inception Cobb Regie: Christopher Nolan
    2012 Django Unchained Calvin Candie Regie: Quentin Tarantino
    2013 The Great Gatsby Jay Gatsby Regie: Baz Luhrmann
    2013 The Wolf of Wall Street Jordan Belfort Oscar-Nominierung, Golden Globe
    2015 The Revenant Hugh Glass Oscar 2016: Bester Hauptdarsteller
    2019 Once Upon a Time in Hollywood Rick Dalton Oscar-Nominierung 2020
    2021 Don’t Look Up Dr. Randall Mindy Netflix-Film
    2023 Killers of the Flower Moon Ernest Burkhart Regie: Martin Scorsese
    2026 One Battle After Another – Regie: Paul Thomas Anderson

    Häufige Fragen zu Leonardo DiCaprio

    Wie viele Oscars hat Leonardo DiCaprio gewonnen?

    Einen: 2016 erhielt er den Academy Award als bester Hauptdarsteller für The Revenant. Insgesamt war er sechsmal nominiert – unter anderem für What’s Eating Gilbert Grape, The Aviator, Blood Diamond, The Wolf of Wall Street und Once Upon a Time in Hollywood.

    Was war der erste Film von Leonardo DiCaprio?

    Sein Kinodebüt gab Leonardo DiCaprio 1991 in der Horror-Fortsetzung Critters 3 als Josh. Zuvor war er in Werbespots und Fernsehserien wie Santa Barbara und Growing Pains zu sehen.

    In welcher Serie hat Leonardo DiCaprio mitgespielt?

    Zu Beginn seiner Karriere war er in Santa Barbara (1990), Parenthood (1990) und Growing Pains (1991–1992) zu sehen. Seit seinem Kinodurchbruch hat er keine Serienrolle mehr übernommen.

    Wie alt ist Leonardo DiCaprio?

    Leonardo DiCaprio wurde am 11. November 1974 in Los Angeles geboren und ist damit 51 Jahre alt (Stand: Oktober 2026). Seinen internationalen Durchbruch feierte er 1997 mit Titanic.

    Was ist der neueste Film von Leonardo DiCaprio?

    Der neueste Kinofilm von Leonardo DiCaprio ist One Battle After Another (2026) von Paul Thomas Anderson. Davor war er 2023 in Killers of the Flower Moon von Martin Scorsese zu sehen.

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